Retainer nach Zahnspange - für eine optimale Zahnkorrektur

Veröffentlicht von: Dr. Felix Bergschneider
Lesezeit: 6 Minuten
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Die Korrektur von Zahnfehlstellungen mithilfe fester Zahnspangen oder auch herausnehmbarer Zahnschienen kann oft schon innerhalb weniger Monate ein sichtbar ästhetisches Ergebnis erzielen. Nicht immer wird dabei jedoch bedacht, dass die Zähne nach erfolgreicher Behandlung nicht aufhören, sich zu verschieben: Zähne verändern ein Leben lang hin und wieder ihre Position. Insbesondere nach einer Zahnkorrektur kann es zu einem sogenannten "Rezidiv" kommen. Dies bedeutet, dass sich die Zähne in ihre - inkorrekte - Ursprungsstellung zurückbewegen. Im Rahmen der Kieferorthopädie ist es möglich, die Zähne so weit zu stabilisieren, dass ein Rezidiv verhindert werden kann. Diese Stabilisierung wird auch "Retention" genannt.
Hilfreich zur Stabilisierung sind sogenannte "Retainer" (zu deutsch: "Halter"). Diese halten die Zähne in ihrer Idealposition. In der Kieferorthopädie sind Retainer nach einer Zahnspange nicht mehr wegzudenken. Zur Auswahl stehen verschiedene Retainer nach der Zahnspange.

Herausnehmbare oder feste Retainer?

Im Rahmen der Stabilisierungsphase stehen mehrere Varianten an Retainern zur Auswahl. Es kann sich dabei um einen Draht nach der Zahnspange handeln, oder aber auch um Platten aus Kunststoff nach erfolgter Zahnkorrektur. Die richtige Wahl richtet sich nach dem Zustand des Kiefers und den persönlichen Bedürfnissen des Patienten. Am besten, Sie lassen sich Ihrem Kieferorthopäden in Frankfurt beraten, welche der folgenden Lösungen für Ihre Bedürfnisse besonders geeignet ist:

Herausnehmbare Retainer nach der Zahnspange

Bei herausnehmbaren Retainern handelt es sich häufig um Retentionsplatten aus Acrylkunststoff. Diese werden individuell dem Gebiss angepasst und können vom Anwender einfach über die Zähne gestülpt und wieder entfernt werden. Herausnehmbare Retainer müssen nicht dauerhaft getragen werden - oft werden sie nachts oder zu anderen bestimmten Tageszeiten getragen.
Der größte Vorteil solcher Retainer nach einer Zahnspange liegt vor allem in der flexiblen Handhabung: sie können beispielsweise während des Essens oder während des Sports entfernt werden. Auch ist ein individuelles Design der Kunststoff-Retainer möglich. Aufgrund ihres stabilen Materials sind sie zudem bis zu 20 Jahre haltbar. Die Kosten für diese Retainer nach einer Zahnspange werden teilweise von der Krankenkasse übernommen.

Allerdings bieten diese Retainer auch Nachteile: Sie sind gut sichtbar, eignen sich also nicht für Anwender, die ein möglichst unauffälliges Erscheinungsbild ihres Gebisses bevorzugen. Da sie herausnehmbar sind, kann man sie auch leicht verlieren (zum Beispiel beim Sport, auf Urlaub oder auf Dienstreisen). Aufgrund ihrer Bau-Art können herausnehmbare Retainer zudem das Sprechen stark beeinträchtigen sowie generell ein Fremdkörpergefühl im Mund verursachen. Anfänglich kann es auch zu Schmerzen - vor allem zu Druckschmerzen - kommen. Diese Nachteile können zur Folge haben, dass der Anwender die Retainer nach der Zahnspange nicht regelmäßig trägt, wodurch sich die Zähne letztendlich in ihre unerwünschte Position zurück verschieben können. Die Gefahr eines Rezidivs liegt laut einer kieferorthopädischen Studie bei etwa 85 Prozent.

Feste Retainer nach der Zahnspange

Eine Alternative in der Nachbehandlung bietet der festsitzende bzw. feste Retainer. Es handelt sich dabei um einen Draht. Aufgrund seiner Befestigungsmethode wird der Draht auch "Klebe-Retainer" genannt. Dieser dünne Draht nach der Zahnspange kann geflochten oder gezogen sein und besteht aus verträglichem Metall (Edelstahl oder Goldlegierung). Er wird mithilfe einer speziellen Klebetechnik an den Rückseiten der Frontzähne des Oberkiefers und/oder des Unterkiefers angebracht. Die Befestigung des Drahtes nach der Zahnspange erfolgt oft von Eckzahn zu Eckzahn zu Eckzahn.
Feste Retainer nach der Zahnspange werden oft lebenslang getragen. Studien zufolge kann so eine sehr gute Fixierung der Zähne gewährleistet werden: Etwa 98 Prozent aller Patienten, die diese Retentionsmethode wählen, blieben von einer wiederkehrenden Zahnfehlstellung im behandelten Zahnbereich innerhalb der nächsten 20 Jahre verschont.
Jene Retainer bieten besondere Vorteile, die vor allem für Menschen geeignet sind, die es unkompliziert mögen: Da die Retainer nach der Zahnspange dauerhaft an den Rückwänden der Zähne fixiert werden, können sie nie verloren gehen. So muss sich der Anwender auch nicht täglich selbst dazu "zwingen", die Retainer zu tragen; es ist also keine aktive Mitarbeit seitens des Anwenders erforderlich.
Ein besonders großer Vorteil liegt zudem in der Unsichtbarkeit des Drahtes, der in seiner Position für andere Menschen während des Sprechens nicht sichtbar ist.

Sind Retainer nach der Zahnspange immer notwendig?

Das Ziel einer kieferorthopädischen Zahnkorrektur ist die Verschiebung der Zähne in ihre Zielposition. Im Rahmen des "Wanderns" der Zähne wird an der angestrebten Verweilstelle des Zahns Knochen abgebaut, während an der Ursprungsstelle Knochen aufgebaut wird. Dadurch werden bestimmte Bereiche des Knochens gelockert und Bindegewebe gedehnt. Diese Prozesse bewirken, dass die Zähne sich während der kieferorthopädischen Behandlung im Kieferknochen lockern. Ohne Stabilisierung kann es daher passieren, dass die - noch immer gelockerten - Zähne wieder in ihre Ausgangsposition zurückwandern. Eine Stabilisierung ist für eine dauerhafte Zahnkorrektur daher äußerst wichtig.
Besonders Zahn- und Kieferfehlstellungen, die genetisch bedingt sind, weisen ein hohes Gefährdungspotenzial eines Rezidivs auf. Auch erworbene Zahnfehlstellungen, wie zum Beispiel ein frontaler Engstand der Zähne, Drehungen der Frontzähne oder etwaige Zahnlücken begünstigen ein Wiederauftreten jener Zahnfehlstellungen.

Der Draht nach der Zahnspange - wie lange sollte er getragen werden?

Die Behandlungszeit mit einem Retainer nach der Zahnspange ist individuell, es existieren allerdings grundsätzliche Empfehlungen: Die Behandlung sollte mindestens zwei Jahre lang erfolgen, da die ersten zwei Jahre als besonders kritische Phase gelten. In dieser Zeit müssen sich Zähne und Kieferknochen erst wieder festigen, sodass die gelockerten Zähne stabiler an ihrer neuen Position verharren können. In dieser Phase haben sich die Zähne noch nicht ausreichend in ihrer Zielposition stabilisiert. Allerdings kann auch nach diesen kritischen ersten zwei Jahren eine neuerliche Verschiebung der Zähne erfolgen - die Rückfallquote liegt innerhalb der ersten Jahre ohne Nachbehandlung mit einem Retainer bei etwa 90 Prozent. Es ist daher ratsam, Retainer möglichst regelmäßig und lange zu tragen - am besten als lebenslange Dauerretention. Der geflochtene oder gezogene Draht nach der Zahnspange besteht aus verträglichem Material, ist äußerst robust und eignet sich besonders gut zum dauerhaften Stabilisieren der Zähne. Die Wahl einer dauerhaften Behandlung nach der Zahnspange ist für die Stabilität des Gebisses die sicherste Wahl, da es in allen Lebensphasen zu einer Zahnrückstellung in die ursprüngliche Position kommen kann. Die unsichtbaren, fest sitzenden Drähte sind hierzu bestens geeignet.
Ihr Kieferorthopäde bespricht mit Ihnen die ideale Tragedauer, um ein dauerhaft ästhetisches Ergebnis Ihrer vorangegangenen Zahnkorrektur zu gewährleisten.

Wie erfolgt die Behandlung mit einem festsitzenden Retainer?

Zunächst wird der Draht nach der Zahnspange an das Gebiss des Patienten angepasst. Dies kann im Labor durch Zahntechniker erfolgen, was einen vorherigen Zahnabdruck durch den Kieferorthopäden erfordert. Der Abdruck der Zähne erfolgt mithilfe einer Abformmasse. Die Prozedur kann für manche Patienten etwas unangenehm sein, sie ist jedoch völlig schmerzfrei.
Alternativ ist es möglich, den Retainer direkt im Mund des Patienten an die Zähne anzupassen und sofort an die Zahnrückwände zu kleben.
Der geflochtene oder gezogene Draht hinter den Zähnen nach der Zahnspange wird individuell an die jeweilige Zahnstellung angepasst. Daraufhin werden die Zähne mit einer Säure vorbereitet, um den Schmelz für einen speziellen Zahnkleber aufnahmefähig zu bekommen. Schließlich wird der Draht mithilfe des Klebers an die Rückseiten der Frontzähne geklebt. Meist wird der Retainer am Unterkiefer befestigt, manchmal werden Retainer auch oben zur Nachbehandlung angebracht. Die Anzahl der mit dem Retainer auszustattenden Zähne hängt von der Zahnfehlstellung und anderen individuellen Merkmalen des Gebisses ab.

Anschließend erfolgen auch nach der kieferorthopädischen Behandlung im Idealfall mindestens einmal jährlich kieferorthopädische Termine zur Kontrolle der Retainer nach der Zahnspange - häufigere Kontrolltermine sind durchaus empfehlenswert. Hierbei überprüft der Kieferorthopäde den Draht sowie die Klebestellen des Retainers. Außerdem kann so begutachtet werden, ob die Zähne stabil in ihrer Position verharren.
Idealerweise muss ein Retainer aus Draht nur einmalig gesetzt werden und hält dann ein Leben lang. Hin und wieder kann es allerdings vorkommen, dass die Zähne während des Beißens auf den Draht stoßen. Dies kann den Draht lockern und die Klebung zerstören. Auch das Essen fester Nahrung wie Nüsse, Nussschalen oder Knäckebrot kann zu einer Loslösung des Drahts führen.
Bei etwaigen Problemen kann eine Anpassung des Retainers - beispielsweise ein erneutes Verkleben - erfolgen.

Wie funktioniert die Zahnpflege bei einem festen Retainer?

Mit einer geeigneten Zahnseide und Interdentalbürsten ist es möglich, die Zwischenräume des Retainers vorsichtig zu reinigen. Je nach Größe des Retainers sind hierbei unterschiedliche Größen der Dentalbürsten geeignet. Um den Draht herum kann man nicht sonderlich gut die Zähne putzen. Es besteht die Gefahr, sich mit der Zahnbürste darin zu verheddern; manche Stellen an den Zähnen sind beim Zähneputzen kaum erreichbar. Folglich können sich verschiedenste Keime um den Draht sammeln und Zahnstein fördern. Abhilfe schafft hier eine regelmäßig durchgeführte professionelle Zahnhygiene beim Zahnarzt. Diese ist in der Regel schmerzfrei. Mithilfe spezieller Reinigungstechniken werden die Zähne von Bakterien und Verfärbungen befreit.

Wie viel kosten Retainer nach einer Zahnspange?

Wie viel Retainer nach einer Zahnspange kosten, hängt von der Retentionsmethode, d.h. von der Art des Retainers, ab. Auch der individuelle Materialaufwand samt Kosten unterscheidet sich von Patient zu Patient. Durchschnittlich ist bei einer Retentionsplatte mit Kosten von etwa 150 Euro zu rechnen, wobei die Krankenkasse die Kosten in einigen Fällen übernimmt. In manchen Fällen müssen Retentionsplatten im Laufe der Jahre einer Reparatur unterzogen werden. Diese bezahlt die gesetzliche Krankenkasse in der Regel nicht.
Ein fester Retainer aus Draht nach der Zahnspange ist in den meisten Fällen grundsätzlich privat zu bezahlen. In ganz seltenen Ausnahmefällen - etwa bei sehr schweren Zahnfehlstellungen - übernehmen die gesetzlichen Krankenkassen die Kosten auch für Retainer aus Draht nach einer Zahnspange. Diese Fälle müssen individuell geprüft werden, daher ist es wichtig, sich als Patient bereits im Vorfeld bei der jeweiligen Krankenkasse zu informieren und beraten zu lassen.
Feste Retainer kosten in etwa 300 Euro pro Kiefer. Manche kieferorthopädische Praxen bieten eine Gewährleistung für etwaige Reparaturen des Retainers an; in anderen Praxen muss der Patient selbst für anfällige Reparaturkosten aufkommen.
Hervorzuheben ist, dass ein vorzeitiger Abbruch der Retentionsphase alle finanziellen Ansprüche gegenüber der gesetzlichen Krankenkasse zunichte macht - die Behandlung gilt damit als beendet. Daher ist es ratsam, die Behandlungsphase nach kieferorthopädischer Empfehlung einzuhalten.

Übernehmen private Krankenversicherungen die Kosten für Retainer?

Ob private Krankenversicherungen bzw. Zahnzusatzversicherungen die Kosten für Retainer nach einer Zahnspange übernehmen, hängt von der Wahl des Tarifs ab. Je nach Tarif kann möglicherweise die gesamte Retainer-Behandlung, ein Teil der Behandlung oder nichts davon finanziert werden. In den meisten Tarifen ist jedenfalls zumindest eine Teilübernahme der Kosten enthalten. Auch hier ist es sehr ratsam, sich bereits vor Beginn der Behandlung mit Retainern über die jeweiligen Kostenabdeckungen zu informieren.

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