Die Zahnschiene gegen Schnarchen – eine Lösung für angenehme Nachtruhe

Veröffentlicht von: Dr. Felix Bergschneider
Lesezeit: 3 Minuten
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Beinahe die Hälfte der Menschen in Industrienationen ist von der Problematik des Schnarchens betroffen: nächtliche knatternde, knarzende, oder "sägende" Geräusche reißen sowohl den Betroffenen als auch mitunter den Partner aus dem Schlaf. In einigen Fällen handelt es sich um ein harmloses Phänomen, manchmal steckt allerdings auch eine ernsthafte Erkrankung dahinter.

Wie entsteht Schnarchen?

Es handelt sich hierbei um einen mechanischen Prozess. Während des Schlafens entspannt sich der Körper, seine Muskeln erschlaffen. Auch die Rachenmuskeln erschlaffen. Rachenzäpfchen, Gaumensegel und Zungengrund verlagern sich dadurch nach hinten und verengen die Atemwege. Die hindurchströmende Luft verursacht eine Vibration des erschlafften Gewebes und somit die typischen Schnarch-Geräusche.

Welche Formen des Schnarchens existieren?

Schnarchen an sich ist noch kein Krankheitsbild. Wenn das Schnarchen allerdings zu körperlichen Beeinträchtigungen, wie einem Verschluss der Atemwege, führt, so ist dies ein gefährliches Symptom, das man ärztlich abklären lassen sollte. Man spricht in diesem Fall von einer "Apnoe" bzw. "Schlafapnoe". Aus medizinischer Sicht werden hierbei folgende Formen unterschieden:

Hypopnoe

Der Atemfluss ist um etwa 50 Prozent reduziert, bleibt jedoch nicht gänzlich aus. Die Symptome treten ungefähr 10-mal pro Stunde während des Schlafens auf.

Zentrale Apnoe

Der zentrale Atemreflex setzt aus, wenn das Gehirn während des Schlafens keine Befehle zur Atemsteuerung an die Atemmuskulatur weitergibt. Hierbei bleiben die Atemwege offen. Die Gefahr einer Zentralen Apnoe steigt mit dem Alter.

Obstruktive Apnoe

Die Atemwege sind komplett verschlossen. Das bedeutet, dass die Atmung mehrmals pro Stunde für einige Sekunden komplett blockiert wird. Meist sind Männer ab dem 50. Lebensjahr und Frauen nach der Menopause davon betroffen. Als Folge können im Tagesverlauf Müdigkeit, Konzentrationsunfähigkeit und auch Depressionen und Panikattacken auftreten.

Die ärztliche Behandlung des Schnarchens

Viele Menschen bemerken gar nicht, dass sie schnarchen, und sie erleiden keine gesundheitlichen Komplikationen. Wird das Schnarchen allerdings zum Störfaktor für den Betroffenen oder auch Angehörige, sollte die Ursache zunächst auf jeden Fall ärztlich abgeklärt werden. Hilfe gegen Schnarchen erhält man auch beim Zahnarzt in Form einer Schnarchschiene.

Wie viel kostet eine Schnarchschiene?

Die Kosten liegen ca. zwischen 400 und 700 Euro. Dies mag zunächst teuer klingen, ist aber günstig im Gegensatz zu anderen Therapiemöglichkeiten, zumal die Erfolgsquote der Schiene gegen Schnarchen bei immerhin 90 Prozent liegt.
In den meisten Fällen werden die Kosten von der gesetzlichen Krankenkasse übernommen.

Gerne beraten wir Sie in unserer Praxis über die Vorteile und Möglichkeiten der Verwendung von Schienen gegen das Schnarchen.

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Fragen und Antworten zur Schnarchschiene

Wie funktioniert eine Schiene gegen Schnarchen?

Das Konzept der Schnarchschiene wird vor allem bei leichter bis mittlerer Symptomatik angewendet. Nach der abendlichen Mundhygiene bzw. vor dem Zu-Bett-Gehen, setzt der Betroffene sich die Schiene ein. Dadurch wird das Unterkiefer hervorgeschoben, was wiederum eine Verlagerung von Zungenmuskeln und Rachenzäpfchen nach vorne bewirkt. Der typischen Verlagerung der Rachenmuskeln nach hinten wird so effektiv entgegengewirkt. Beim Zahnarzt erfolgt ein schmerzloser Abdruck des Ober- und des Unterkiefers. Daraufhin wird im Labor die Schiene nach individuellen Bedürfnissen angefertigt. Die konsequente Nutzung einer Zahnschiene gegen Schnarchen kann gefährliche Atemaussetzer um bis zu 90 Prozent verhindern.

Verursacht das Tragen einer Schiene gegen Schnarchen Nebenwirkungen?

Das Tragen einer Zahnschiene ist ungefährlich, kann in der Eingewöhnungsphase jedoch zu harmlosen Nebenwirkungen führen. Zu diesen zählen beispielsweise vermehrter Speichelfluss, Mundtrockenheit, Kieferschmerzen sowie ein Fremdkörpergefühl im Mund. Nach einigen Tagen verschwinden diese Symptome normalerweise von selbst. Sollte es in seltenen Fällen zu keiner Besserung der Symptome kommen, sollte die Zahnschiene vom Zahnarzt möglicherweise nachjustiert oder ein Modellwechsel vorgenommen werden. Auch positive Nebenwirkungen gehen mit der Verwendung einer Schnarchschiene einher: So verhindert ihr Tragen zugleich auch Bruxismus (nächtliches Zähneknirschen). Das Gebiss wird dadurch effektiv vor Abnützungserscheinungen des Zähneknirschens geschont.

Kann die Zahnschiene gegen Schnarchen immer angewendet werden?

Zunächst ist es wichtig, die Ursachen für das Schnarchen herauszufinden. Diese können zum Beispiel eine gespaltene Gaumenspalte, geschwollene Schleimhäute, Alkohol- oder Medikamenteneinnahme, anatomische Eigenarten sowie Zahnfehlstellungen sein. Es ist hierbei günstig, die Ursache für das Schnarchen, wenn möglich, zu beseitigen. Die Anwendung einer Schnarchschiene eignet sich weniger für übergewichtige Menschen, für Menschen mit starker Parodontose sowie für Menschen mit Kiefergelenksarthropathie.

Unsere erfahrenen Zahnärzte klären Sie gerne individuelle Anwendungsmöglichkeiten der Schiene gegen Schnarchen auf.

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