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Zahnschiene gegen Zähneknirschen – Zähneknirschen nachts effektiv beseitigen mit Knirscherschienen

Veröffentlicht von: Dr. Felix Bergschneider
Lesezeit: 3 Minuten
Invisalign Frankfurt

Unsere Zähne sind täglichen Belastungen – auch Druckbelastungen während des Kauens – ausgesetzt. Der Kontakt zwischen der oberen und der unteren Zahnreihe beträgt im Normalfall ungefähr 30 Minuten täglich. Allerdings gibt es Ausnahmen, in denen die Zähne weitaus längerem bzw. intensiverem Kontakt zueinander ausgesetzt sind: Unter Zähneknirschen versteht man das Malmen bzw. Aneinanderreiben der Zähne, auch Bruxismus genannt. Im weiteren Sinne hinzugezählt werden kann das unbewusste Aufeinanderpressen der Zähne. Derartige Aktivitäten geschehen meist nachts während des Schlafens, oft ohne, dass der Betroffene etwas davon bemerken würde. Aber auch tagsüber kann es zum Zähneknirschen kommen.

Warum knirscht man mit den Zähnen?

Stress und Konzentration

Ein sehr häufiger Faktor ist Stress. Nachts im Schlaf werden Stressfaktoren des Tages verarbeitet. Dies kann unbewusstes Zähneknirschen auslösen. Andererseits kann intensive Konzentration ebenfalls Zähneknirschen bzw. das Zusammenbeißen der Zähne verursachen

Beseitigung von Störfaktoren und Zahnfehlstellungen

Bruxismus kann einen reflexartigen Versuch darstellen, Störstellen an den Zähnen zu entfernen oder auch eine Zahnfehlstellungen auszugleichen.

Medikamente und Drogen

Sowohl bestimmte Medikamente als auch übermäßiger Konsum von Koffein, Alkohol und Nikotin können zum Aneinanderreiben der Zähne führen.

Schlafstörungen

Schlafstörungen wie Schlafapnoe können ebenfalls Bruxismus begünstigen.

In einer Konsultation des Zahnarztes sollte zunächst die Ursache herausgefunden werden, um das Zähneknirschen nachhaltig beseitigen zu können, da es ansonsten zu unangenehmen Folgen kommen kann. Äußerst hilfreich bei der Therapie von Bruxismus ist die Schiene gegen Zähneknirschen.

Was sind die Folgen von übermäßigem Zähneknirschen?

Langfristiges Zähneknirschen kann eine Vielzahl von Symptomen verursachen. Manchmal führt der Betroffene daher die Symptome zunächst gar nicht auf Bruxismus zurück. Zu den Folgesymptomen zählen beispielsweise:

  • Erkrankungen der Zähne und des Zahnhalteapparats, beispielsweise Abrieb der Zähne oder Verspannung der Kiefermuskulatur
  • Auffällige Empfindlichkeit der Zähne gegenüber Säuren und heiße bzw. kalte Temperaturen
  • Kopfschmerzen und Migräne
  • Verspannung des Nackens, der Schultern und der Wirbelsäule, unter Umständen daraus resultierende Fehlhaltungen
  • Schwindelgefühle, Ohrenschmerzen und Tinnitus

Die Zahnschiene gegen Zähneknirschen als Zahnschutz

Um sich vor den Folgeerscheinungen zu schützen bzw. diese zu behandeln, ist es empfehlenswert, rasch zu reagieren und seine Zähne zu schützen. Hier bietet sich die Zahnknirschschiene an. Darunter versteht man eine transparente Schiene aus verträglichem hartem oder weichem Kunststoff, die an den Zähnen befestigt wird, um ein direktes Aneinanderreiben der Zähne zu verhindern. Die Knirscherschiene wird oben oder unten angebracht. Die Schiene kann jederzeit herausgenommen werden, sollte aber in Situationen, in denen die Gefahr des Zähneknirschens erhöht ist – meist ist dies nachts der Fall – konsequent getragen werden. Mithilfe der Zahnknirschschiene lassen sich einige Symptome lindern und beheben, zum Beispiel:

  • Da die Schiene das Knirschen verringert, werden vorhandene Schmerzen ebenso gelindert.
  • Die Kaumuskulatur entspannt sich, wodurch auch weitere Verspannungen gelöst werden können.
  • Das Tragen der Schienen schützt Zähne und Zahnschmelz.
  • Kiefer und Kiefergelenke werden nachhaltig entlastet.
  • Aufgrund der Schiene im Mund, werden die Patienten für unbewusstes Knirschen oder Pressen sensibilisiert und können ihr verhalten dadurch bewusst verändern.

Woher bekomme ich die Schiene gegen Zähneknirschen?

Eine solche Schiene erhalten Sie in der Zahnarztpraxis. Zunächst begutachtet der Zahnarzt Ihre Zähne, um etwaige Grunderkrankungen und mögliche Ursachen des Zähneknirschens vorab zu identifizieren. Danach nimmt der Zahnarzt einen Abdruck der Zähne bzw. des Kiefers ab – es handelt sich dabei um eine völlig schmerzfreie Prozedur. Mithilfe des Abdrucks können nun passgenaue Knirscherschienen hergestellt werden. Bei einem weiteren Zahnarzttermin erfolgt die Aushändigung der Schiene sowie eine Kontrolle, ob die Schiene korrekt angefertigt wurde.

Wie pflege ich die Zahnschiene gegen Zähneknirschen

Damit die Schienen die Zähne längerfristig schützen können, ist es wichtig, ein paar Pflegehinweise zu beachten.
Zahnknirschschienen bestehen aus gut verträglichem Kunststoff. Dieser kann je nach Bedürfnissen etwas härter oder weicher ausfallen. Die Haltbarkeit der Schiene resultiert aus der Schwere des Bruxismus‘ der Träger. Anfangs kann es bei stark ausgeprägtem Zähneknirschen bzw. Zähnepressen nötig sein, die Schiene nach acht bis zwölf Wochen zu erneuern. Die Abstände der Erneuerung verringern sich normalerweise, sobald sich auch das Zähneknirschen dank der Schienen verringert. Bei guter Pflege ist eine solche Kunststoffschiene zwei Jahre und länger haltbar. Die Pflege der Zahnschienen gestaltet sich einfach. Diese sollten nach jedem Tragen gründlich gereinigt werden. Zur Reinigung bieten sich Wasser und – je nach Materialbeschaffenheit – Zahnpasta oder Geschirrspülmittel an. Hierbei wird die Schiene mit einer Zahnbürste vorsichtig gereinigt und danach gründlich abgespült und getrocknet.

Wie viel Kostet eine Schiene gegen Knirschen?

Die Kosten für eine Knirscherschiene schwanken je nach Befund und Schienen-Modell. Sind die Zähne bereits sehr stark abgenützt, übernimmt die gesetzliche Krankenkasse die Kosten für die Untersuchung und die Diagnosestellung. Es ist also wichtig, festzustellen, inwiefern das Zähneknirschen mit Schiene die Kosten beeinflussen kann.

Gerne beraten wir Sie hinsichtlich möglicher Therapiemethoden bei Zähneknirschen in unserer Praxis.

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