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Autor: Dr. Felix Bergschneider

Was sind Invisalign Schienen? – Ein Überblick zur transparenten Zahnkorrektur

Was sind Invisalign Schienen? – Ein Überblick zur transparenten Zahnkorrektur

Veröffentlicht von: Dr. Felix Bergschneider
Lesezeit: 7-8 Minuten

Invisalign Frankfurt


Invisalign ist ein kieferorthopädisches Behandlungskonzept zur Korrektur von Zahnfehlstellungen mit transparenten, herausnehmbaren Schienen. Die Methode richtet sich an Jugendliche und Erwachsene, die eine möglichst unauffällige Alternative zur klassischen festen Zahnspange suchen. Statt Brackets und Drähten kommen daher individuell gefertigte Kunststoffschienen zum Einsatz, die Zahnbewegungen schrittweise ermöglichen.

Die Behandlung mit Invisalign erfordert Planung, konsequentes Tragen der Schienen und eine realistische Einschätzung der eigenen Ausgangssituation. Je nach Fehlstellung, Behandlungsziel und persönlichem Alltag ergeben sich unterschiedliche Vorteile, aber auch klare Grenzen. Aus diesem Grund sind Invisalign Schienen kein pauschaler Ersatz für feste Zahnspangen, sondern eine eigenständige Behandlungsform mit spezifischen Eigenschaften.

Grundprinzip der Invisalign-Behandlung

Das Grundprinzip von Invisalign basiert auf einer Serie transparenter Schienen, den sogenannten Alignern. Jede Schiene wird individuell angefertigt und übt gezielten Druck auf bestimmte Zähne aus. Durch den regelmäßigen Wechsel der Aligner bewegen sich Ihre Zähne schrittweise in die geplante Position.

Die Invisalign Schienen sind über mehrere Wochen hinweg zu tragen und nur zum Essen sowie zur Zahnpflege herauszunehmen. Jede neue Schiene baut auf dem erreichten Zwischenstand der vorherigen auf. Die geplanten Zahnbewegungen erfolgen dabei in kleinen, kontrollierten Schritten, was eine präzise Steuerung der Behandlung ermöglicht.

Invisalign funktioniert nicht rein passiv, sondern erfordert Ihre aktive Mitarbeit. Wie effektiv und geeignet diese Methode im konkreten Fall ist, hängt von der Art der Zahnfehlstellung, dem gewünschten Ergebnis sowie Ihren individuellen Rahmenbedingungen ab.

Invisalign Schienen Vorteile und Nachteile – eine erste Einordnung

Die Entscheidung für oder gegen eine Invisalign-Behandlung hängt selten von einem einzelnen Argument ab. Vielmehr spielen mehrere Faktoren zusammen, die je nach Lebenssituation, Erwartungen und Behandlungsziel unterschiedlich zu gewichten sind. Aspekte wie Tragekomfort, Flexibilität im Alltag, ästhetische Wirkung, aber auch mögliche Einschränkungen während der Behandlung sollten Sie daher immer gemeinsam betrachten.

Eine Invisalign-Behandlung bietet im Vergleich zu festen Zahnspangen einige charakteristische Vorteile, bringt jedoch auch Anforderungen mit sich, die nicht für jede Person gleichermaßen geeignet sind. Welche Punkte im Alltag als angenehm empfunden werden und wo mögliche Nachteile liegen, lässt sich nur im Gesamtzusammenhang beurteilen. Die differenzierte Betrachtung hilft dabei, unrealistische Erwartungen zu vermeiden und die eigene Situation realistisch einzuordnen.

Eine ausführliche Gegenüberstellung der Vor- und Nachteile von Invisalign, inklusive typischer Alltagserfahrungen und praktischer Hinweise, finden Sie in diesem Beitrag:

=> Invisalign Vorteile & Nachteile: Alles zur unsichtbaren Zahnspange

Schmerzen während der Behandlung mit Invisalign Schienen und wie Sie sie lindern

Invisalign gilt als besonders schonende Methode der Zahnkorrektur. Dennoch können während der Behandlung unterschiedliche Druck- oder Schmerzempfindungen auftreten. Diese entstehen nicht zufällig, sondern stehen in direktem Zusammenhang mit den geplanten Zahnbewegungen. Art, Dauer und Intensität solcher Empfindungen unterscheiden sich von Person zu Person deutlich und hängen von mehreren Faktoren ab.

Typische Ursachen sind der Beginn einer neuen Aligner-Phase, die gewünschte Lockerung einzelner Zähne oder zusätzliche kieferorthopädische Hilfsmittel. Auch alltägliche Situationen wie Kauen oder Sprechen können in bestimmten Phasen sensibler wahrgenommen werden. Wichtig ist die Einordnung: Nicht jede Empfindung ist behandlungsbedürftig. Gleichzeitig sollten Sie anhaltende oder ungewöhnlich starke Beschwerden medizinisch abklären lassen.

Welche Formen von Invisalign-bedingten Schmerzen auftreten können, wodurch sie entstehen und welche Maßnahmen zur Linderung sinnvoll sind, haben wir im folgenden Beitrag ausführlich zusammengestellt:

=> Schmerzen während der Behandlung mit Invisalign – Ursachen und Lösungen

Behandlungsdauer mit Invisalign Schienen und wovon sie abhängt

Die Dauer einer Invisalign-Behandlung hängt von mehreren Faktoren ab. Art und Ausprägung der Zahnfehlstellung, geplante Zahnbewegungen sowie die tägliche Tragezeit der Aligner beeinflussen den zeitlichen Verlauf maßgeblich. Selbst individuelle Unterschiede im Zahn- und Knochenstoffwechsel wirken sich auf den Fortschritt der Behandlung aus.

Invisalign Schienen arbeiten mit aufeinander abgestimmten Schienen, welche die Behandlung Schritt für Schritt vorantreiben. Der regelmäßige Wechsel der Aligner ermöglicht eine bessere Anpassung während der Therapie. Gleichzeitig bestimmt Ihre konsequente Mitarbeit die Behandlungsdauer. Wer die Schienen zuverlässig trägt, unterstützt einen gleichmäßigen und planbaren Verlauf.

Zur genaueren Einordnung typischer Zeitspannen und Einflussgrößen lesen Sie mehr zur Behandlungsdauer mit Invisalign:

=> Schöne Zähne mit Invisalign: Behandlungsdauer

Invisalign Schienen Kosten

Die Kosten einer Invisalign-Behandlung lassen sich nicht isoliert betrachten. Sie ergeben sich aus dem Zusammenspiel von Behandlungsumfang, Dauer und technischer Umsetzung. Art und Ausprägung der Zahnfehlstellung bestimmen die finanziellen Aufwendungen ebenso wie die Anzahl der benötigten Aligner und der geplante Behandlungsverlauf.

Im Vergleich zu klassischen festen Zahnspangen befinden sich Invisalign Schienen häufig außerhalb der gesetzlichen Standardversorgung. Während gesetzliche Krankenkassen in der Regel die medizinische Basistherapie abdecken, fallen transparente Aligner oft in den Bereich privater Zusatzleistungen. Ob und in welchem Umfang eine Kostenbeteiligung möglich ist, hängt bei privaten Kranken- oder Zahnzusatzversicherungen vom jeweiligen Tarif und der individuellen Ausgangssituation ab.

Erst in diesem Zusammenhang lässt sich nachvollziehen, warum die Kosten zwischen einzelnen Behandlungen deutlich variieren. Eine => realistische Einschätzung der Invisalign Kosten entsteht daher nur durch die Betrachtung aller Behandlungsfaktoren und Versicherungsbedingungen.

Invisalign Erfahrungen von echten Patienten

Viele Anwender beschreiben ihre Erfahrungen mit Invisalign Schienen insgesamt als positiv. Die transparenten Aligner lassen sich gut in Beruf, Schule und soziale Situationen integrieren. Unauffällige Optik, das glatte Material sowie die Möglichkeit, die Schienen zeitweise herauszunehmen, erleichtern den Alltag während der Behandlung spürbar.

Auch den Behandlungsablauf empfinden viele als klar strukturiert. Der regelmäßige Wechsel der Aligner macht Fortschritte nachvollziehbar und bietet eine gewisse Orientierung. Das konsequente Tragen der Schienen unterstützt einen gleichmäßigen Verlauf, wodurch eine Vielzahl der Patienten die Behandlung als weniger belastend empfinden. Die kurze Eingewöhnungsphase gehört für viele dazu, klingt jedoch meist schnell ab.

Ein bewusster Blick auf => typische Erfahrungen mit Invisalign Schienen, individuelle Unterschiede und persönliche Erwartungen hilft, Ihre Erwartungen realistisch einzuordnen und die Behandlung mit maximaler Klarheit anzugehen.

Invisalign Vorher-Nachher-Vergleich

Viele Interessenten möchten bereits vor der Behandlung wissen, welche Veränderungen Invisalign tatsächlich bewirkt. Der => Vorher-Nachher-Vergleich hilft dabei, Erwartungen zu konkretisieren und Ergebnisse besser einzuordnen. Sichtbare Veränderungen betreffen dabei in erster Linie die Zahnstellung, können sich je nach Ausgangslage jedoch auch auf Bissverhältnisse und das harmonische Gesamtbild des Gesichts auswirken.

Invisalign korrigiert Zahnfehlstellungen schrittweise und kontrolliert. Bei leichten bis mittelschweren Fehlstellungen wie Engständen, Zahnlücken oder Fehlbissen lassen sich klare Verbesserungen erzielen. Die individuelle Ausgangssituation bestimmt dabei den Umfang der Veränderung. Moderne Planungsverfahren machen diese Entwicklung bereits vor Beginn der Behandlung nachvollziehbar und zeigen, welche Ergebnisse realistisch erreichbar sind.

Ein genauer Blick auf echte Vorher-Nachher-Beispiele unterstützt Ihre Einschätzung, welche Veränderungen Invisalign leisten kann und wo die Grenzen der Methode liegen.

Invisalign Schienen – eine zusammenfassende Einordnung

Erfahrungen mit Invisalign zeigen ein insgesamt stimmiges Bild, wenn Erwartungen, Ausgangssituation und Behandlungsform zueinander passen. Viele Anwender sind überrascht vom hervorragend planbaren Ablauf, der hohen Alltagstauglichkeit und einer Behandlung, die sich vergleichsweise unauffällig in Beruf, Schule und Freizeit integrieren lässt. Die transparente Gestaltung der Aligner sowie die Möglichkeit, sie zeitweise herauszunehmen, prägen diesen positiven Eindruck.

Gleichzeitig verdeutlichen Erfahrungsberichte, dass der Behandlungserfolg eng mit der eigenen Mitarbeit verbunden ist. Eine konsequente Trageweise, ein sorgfältiger Umgang mit den Schienen und realistische Erwartungen beeinflussen maßgeblich, wie zufriedenstellend die Behandlung wahrgenommen wird. Auch individuelle Faktoren wie das persönliche Empfinden, die Art der Zahnfehlstellung und der Verlauf der Eingewöhnungsphase spielen eine Rolle.

Ein differenzierter Blick auf typische Erfahrungen hilft dabei, Chancen und Anforderungen an Ihre Invisalign-Behandlung sachlich einzuordnen, um diese im Anschluss bewusst anzugehen. Denn erst die Kombination aus positiven Eindrücken und klar benannten Grenzen schafft eine verlässliche Grundlage für Ihre persönliche Entscheidung.

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Selbstlegierende Brackets oder Normale

Selbstligierende Brackets oder normale Zahnspange: Was Sie unbedingt wissen sollten, bevor Sie sich entscheiden

Veröffentlicht von: Dr. Felix Bergschneider
Lesezeit: 6-7 Minuten

Invisalign Frankfurt

Inhaltsverzeichnis:


Die Wahl einer festen Zahnspange stellt keine rein technische Entscheidung dar. Neben der medizinischen Ausgangssituation spielen Aspekte wie Alltagstauglichkeit, Komfort, Pflegeaufwand und persönliche Erwartungen eine wesentliche Rolle bei der Entscheidung für ein passendes System. Besonders häufig stellt sich dabei die Frage, ob selbstligierende Brackets oder klassische Zahnspangen die bessere Lösung bieten.

Beide Systeme verfolgen dasselbe Ziel, unterscheiden sich jedoch in ihrer Konstruktion und Wirkungsweise. Dieser Beitrag ordnet diese Unterschiede sachlich ein und bietet Ihnen eine fundierte Entscheidungsgrundlage.

Warum gibt es unterschiedliche Bracket-Systeme in der Kieferorthopädie?

Klassische Bracketsysteme sind durchaus funktional, technisch jedoch simpel aufgebaut. Der Drahtbogen ist mithilfe sogenannter Ligaturen fixiert, was eine zuverlässige, aber vergleichsweise reibungsintensive Kraftübertragung zur Folge hat.

Mit großen Fortschritten in Materialtechnik und Biomechanik entwickelten sich diese Systeme weiter. Ziel war es, Zahnbewegungen kontrollierter zu gestalten, die Belastung für Zähne und Zahnhalteapparat gleichmäßiger zu verteilen und den Behandlungsablauf insgesamt komfortabler zu organisieren. Das Ergebnis dieser Weiterentwicklung sind innovative selbstligierende Brackets.

Was bedeutet „selbstligierende“ Brackets?

Klassische Brackets halten den Drahtbogen mithilfe externer Ligaturen. Selbstligierende Brackets besitzen dagegen einen integrierten Verschlussmechanismus. Dieser Mechanismus besteht aus einem fest im Bracket verbauten Clip, welcher den Drahtbogen führt und fixiert. Zusätzliche Gummiringe sind daher nicht erforderlich. Im Kern liegt der Unterschied gegenüber konventionellen Systemen darin, dass der Draht nicht starr eingebunden ist, sondern eine kontrollierte Bewegung im Bracket ermöglicht.

Selbstligierende Brackets im Vergleich zu anderen Behandlungsoptionen

Systeme zur Zahnkorrektur lassen sich grundsätzlich in herausnehmbare und festsitzende Lösungen unterteilen. Herausnehmbare Systeme kommen vor allem in bestimmten Entwicklungsphasen oder bei leichten Fehlstellungen zum Einsatz. Sobald eine präzise und kontinuierliche Zahnführung erforderlich ist, fällt die Wahl auf festsitzende Systeme.

Innerhalb dieser festsitzenden Systeme haben sich wiederum verschiedene technische Konzepte etabliert. Selbstligierende Brackets gelten dabei als moderne Variante der Zahnspange, da sie ohne Ligaturen arbeiten und den Drahtbogen besser führen als klassische Brackets.

Behandlungsform Technische Einordnung

– Herausnehmbare Systeme nur begrenzt steuerbar
– Klassische Brackets bewährte Technik mit Ligaturen
– Selbstligierende Brackets weiterentwickelte Technik ohne Gummis

Welche Rolle spielen Alter und Lebenssituation bei der Wahl der Zahnspange?

Die Entscheidung für eine Zahnspange ist immer mit Blick auf den persönlichen Alltag zu treffen. Dabei bewegen sich Jugendliche zwischen Schule, Freizeit und sportlichen Aktivitäten, weshalb robuste Systeme mit überschaubarem Pflegeaufwand zunehmend an Bedeutung gewinnen.
Erwachsene berücksichtigen zusätzlich berufliche Anforderungen, soziale Interaktion und planbare Abläufe. Sichtbarkeit, Tragekomfort und Terminintervalle fließen noch stärker in die Entscheidungsfindung ein. Diese Aspekte tragen dazu bei, dass sich viele Jugendliche und Erwachsene für selbstligierende Brackets entscheiden.

Was bedeutet „unauffällig“ bei einer festen Zahnspange in der Praxis?

Unauffälligkeit lässt sich nicht mit Unsichtbarkeit gleichsetzen. Das Wort „Unauffälligkeit“ beschreibt vielmehr den Grad der optischen Präsenz. In diesem Zuge wirken kleinere Brackets, reduzierte Bauteile, angepasste Farben sowie der Verzicht auf zusätzliche Halteelemente im Alltag automatisch dezenter. Selbstligierende Brackets erfüllen diese Kriterien häufig bereits dank ihrer kompakten Bauweise.

Für wen sind selbstligierende Brackets sinnvoll?

Die folgende Checkliste hilft Ihnen dabei, realistisch einzuordnen, ob selbstligierende Brackets in Ihrem Fall sinnvoll sind. Sie ersetzt keine fachliche Diagnose, dient jedoch als erste Orientierung, welches System grundsätzlich zu Ihren Anforderungen und Erwartungen passt:

Selbstligierende Brackets sind geeignet, wenn

– eine feste Zahnkorrektur erforderlich ist
– ein modernes Bracketsystem bevorzugt wird
– ein geringerer Pflegeaufwand gewünscht ist
– der Alltag wenig Raum für häufige Anpassungen bietet

Selbstligierende Brackets sind eher nicht oder nur eingeschränkt empfehlenswert, wenn

– sehr komplexe Kieferfehlstellungen vorliegen
– alternative Therapiekonzepte medizinisch sinnvoller erscheinen
– eine herausnehmbare Lösung ausreichend ist

Vor- und Nachteile selbstligierender Brackets

Welche Vorteile bieten selbstligierende Brackets?

– reduzierte Reibung zwischen Draht und Bracket
– gleichmäßigere Kraftübertragung, weniger Schmerzen
– kein Wechsel von Ligaturen erforderlich
– häufig kompaktere Bauform
– geringerer Anpassungsaufwand sowie weniger Kontrolltermine
– meist kürzere Behandlungsdauer
– einfachere Pflege und Reinigung

Diese Eigenschaften führen dazu, dass selbstligierende Brackets innerhalb der festsitzenden Systeme als technisch weiterentwickelt gelten und sich zunehmender Beliebtheit bei Patienten erfreuen.

Gibt es auch Nachteile bei selbstligierenden Brackets?

– erhöhte Materialkosten im Vergleich zu klassischen Systemen
– einige Zahnfehlstellungen verlangen anderen Maßnahmen
– Reparaturen am Clip erfordern spezielle Instrumente

Was kosten selbstligierende Brackets – welche Kosten übernimmt die Krankenkasse?

Im Vergleich zu klassischen Brackets zählen selbstligierende Brackets zu den technisch aufwendigeren Systemen. Entsprechend liegen die Systemkosten in der Regel höher als bei herkömmlichen Brackets mit Ligaturen. Die Kosten einer Zahnkorrektur hängen jedoch immer von Behandlungsumfang, Dauer und dem gewählten System ab. Eine pauschale Preisangabe ist daher leider nicht möglich.

Gesetzliche Krankenkassen übernehmen in der Regel die Basisversorgung, weshalb Zusatzkosten bei der Wahl moderner Systeme entstehen können. Private Kranken- oder Zusatzversicherungen sehen je nach Tarif jedoch eine komplette oder teilweise Erstattung vor.

Wie lange dauert eine Behandlung mit selbstligierenden Brackets?

Weder zu klassischen Systemen noch zu selbstligierenden Brackets lassen sich feste Zeitangaben machen, da die Behandlungsdauer bei Zahnfehlstellungen variiert und von mehreren Faktoren wie

– der Ausgangssituation der Zahnstellung,
– biologischen Reaktionen des Zahnhalteapparats
– und dem Verlauf der Zahnbewegungen abhängt.

Warum ist individuelle Beratung bei selbstligierenden Brackets so wichtig?

Generelle Informationen sind wichtig und bieten eine gute Orientierung, ersetzen jedoch keine fachliche Einschätzung, da jede Zahn- und Kiefersituation individuelle Besonderheiten aufweist. Behandlungsziele, Zahnbeweglichkeit und anatomische Gegebenheiten beeinflussen die Wahl des geeigneten Systems, wodurch eine fundierte Entscheidung immer nur auf Basis einer individuellen Bewertung möglich ist.

Das sollten Sie vor der Entscheidung für selbstligierende Brackets wissen

Die Entscheidung für ein Bracketsystem betri`t zum einen Ihre Zähne und zum anderen Ihren Alltag. Umso wichtiger ist es, sich nicht auf Einzelargumente oder Versprechen zu verlassen, sondern die eigenen Erwartungen realistisch einzuordnen. Ein adäquates System passt zu Ihrer individuellen Ausgangssituation, Ihrer Lebensphase und Ihren persönlichen Prioritäten. Folgende Punkte sollten Sie daher auf jeden Fall vor Ihrer Wahl beachten:

– Technische Unterschiede beeinflussen den Tragekomfort und Ihren Alltag
– Selbstligierende Systeme stellen eine Weiterentwicklung klassischer Brackets dar
– Nicht jede individuelle Situation erfordert dasselbe System
– Realistische Erwartungen sind entscheidend

Solange Sie diese Faktoren berücksichtigen und technische Unterschiede sachlich bewerten, um sie mit persönlicher fachlicher Beratung zu kombinieren, schaffen Sie eine solide Grundlage für Ihre persönliche Entscheidung.

FAQ – Häufige Fragen zu selbstligierenden Brackets

Können sich die Clips selbstligierender Brackets lösen oder beschädigt werden?

Selbstligierende Brackets sind für die dauerhafte Belastung im Alltag konstruiert. Die integrierten Clips gelten als stabil und langlebig. Beschädigungen sind selten, lassen
sich jedoch bei hoher mechanischer Belastung durch besonders harte Lebensmittel nicht vollständig ausschließen.

Lassen sich selbstligierende Brackets besser reinigen?

Der Verzicht auf Gummiligaturen reduziert zusätzliche Halteelemente, an denen sich Beläge festsetzen. Dadurch sind selbstligierende Brackets komfortabler zu reinigen. Eine sorgfältige Mundhygiene ist und bleibt jedoch entscheidend für den Behandlungserfolg.

Sind spezielle Pflegeprodukte für selbstligierende Brackets notwendig?

Für selbstligierende Brackets sind keine speziellen Pflegeprodukte erforderlich.
Bewährte Hilfsmittel wie Zahnbürsten, Interdentalbürsten und Zahnseide sind in der Regel ausreichend, sofern sie regelmäßig und konsequent Anwendung finden.

Sind bei selbstligierenden Brackets weniger Kontrolltermine nötig?

Da Sie keine Ligaturen wechseln lassen müssen, reduziert sich der Anpassungsaufwand im Normalfall deutlich. Ob tatsächlich weniger Kontrolltermine erforderlich sind, hängt jedoch von Ihrem individuellen Behandlungsverlauf sowie der geplanten Zahnbewegung
ab.

Können Zusatzkosten im Laufe der Behandlung entstehen?

Zusatzkosten können etwa durch optionale Materialien, individuelle Anpassungen oder nicht vorhersehbare Veränderungen im Behandlungsverlauf entstehen. Eine transparente Kostenaufstellung zu Beginn Ihrer Behandlung ist die beste Möglichkeit, medizinische wie finanzielle Erwartungen realistisch einzuordnen.

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Was darf man mit einer festen Zahnspange nicht essen?

Was darf man mit einer festen Zahnspange nicht essen?

Veröffentlicht von: Dr. Felix Bergschneider
Lesezeit: 4 Minuten

Invisalign Frankfurt


Zu Beginn der Zahnkorrektur mit fester Zahnspange stellt sich für viele Anwender die Frage, welche Nahrung gegessen werden darf. Die Angst, auf Lieblingsspeisen, geliebte Snacks oder auf die große Auswahl der Speisekarten verzichten zu müssen, kann verunsichern. Aber: Es ist meist nicht notwendig, die Ernährung komplett umzustellen – kleine Anpassungen im Ernährungsplan helfen, die Zahnspange nicht zu beschädigen und stattdessen unangenehme Befindlichkeiten zu verhindern. Im Folgenden erhalten Sie Informationen über das richtige Essen mit Zahnspange.

Achtsam essen – für eine reibungsfreie Zahnkorrektur

Zahnspangen müssen einiges aushalten, um eine erfolgreiche Behandlung zu gewährleisten: Kauen, Sprechen und der Druck der Zähne, die verschoben werden müssen. Daher ist es wichtig, die feste Zahnspange nicht unnötigen Strapazen auszusetzen. Bestimmte Nahrungsmittel können Brackets und auch Metalldrähte schädigen. Das ist nicht nur schädlich für die Zähne, sondern auch mit Mehrkostenaufwand verbunden. Es ist also sinnvoll, die persönliche Ernährung während des Tragens der Zahnspange dementsprechend anzupassen.

Essen mit Zahnspange in den ersten Tagen

Unmittelbar nach dem Einsetzen der festen Zahnspange kann vorübergehend ein unangenehmes Druckgefühl im Zahn- und Kieferbereich entstehen. Dies ist eine völlig normale Erstreaktion nach dem kieferorthopädischen Eingriff, bevor der Gewöhnungseffekt an die Spange einsetzt.

Damit das Tragen der festen Zahnspange in dieser Phase nicht unangenehm wird, sollten Sie bewusst auf breiige Speisen zurückgreifen. Denkbar sind in den ersten zwei bis drei Tagen etwa:

  • Suppen
  • Kartoffelpüree
  • Bananen
  • Joghurt
  • Grießbrei
  • und andere flüssige bzw. breiige Speisen.

Zusätzlich sollten Sie in den ersten drei Tagen auf kalte oder kohlensäurehaltige Getränke verzichten. Die Schleimhäute sind durch das Einsetzen der Zahnspange gereizt und sollten sich erholen können. Besonders geeignet sind in diesen Tagen Kamillen- sowie Salbeitee. Diese Tees besitzen einen leicht entzündungshemmenden Effekt und können sich positiv auf die empfindliche Mundschleimhaut auswirken.

Langfristig gesund essen mit fester Zahnspange

Nach den ersten paar Tagen können Sie wieder auf feste Nahrung zurückgreifen, da sich kurzfristige Reizungen nach dem Befestigen der Zahnspange im Mund zurückbilden. Auch jetzt sollten Sie weiterhin darauf achten, bestimmte Nahrungsmittel zu meiden.

Zahnspangen mögen keine konsequente Rohkost

Zu harte Lebensmittel können Brackets zerstören. die Brackets brechen – und es ist ein weiterer Termin bei Ihrem Kieferorthopäden notwendig. Zu jenen festen Lebensmitteln zählen beispielsweise:

  • Erdnüsse
  • Mandeln
  • Kokosnuss
  • Harte Brotkrusten
  • Harte Wurst
  • Hartes Obst (zum Beispiel Äpfel)
  • Hartes Gemüse (zum Beispiel rohe Möhren)
  • Harte Bonbons (sofern man sie zerbeißt)

Kurz: Nahrung, die sich nicht gut beißen lässt, sollte gemieden werden. Bei Äpfeln kann man eine vorsichtige Annäherung versuchen, indem man die Äpfel in kleine Stücke schneidet und diese dann vorsichtig kaut. Ebenfalls ist es hilfreich, hartes Obst und Gemüse zu kochen. So kann der Apfel kurz gebraten oder zu Kompott verarbeitet, der Möhrensalat gekocht gegessen werden.

Vorsicht vor zähen, gummigen Speisen

Ebenfalls sollten Sie Ihre Aufmerksamkeit auf zähe Lebensmittel richten. Diese sind schwer zu kauen und verkleben – je nach Lebensmittel – unter Umständen die Drähte der Zahnspange. Diese sind dann schwer zu reinigen und können schlimmstenfalls beschädigt werden. Zu jenen Lebensmitteln zählen beispielsweise:

  • Karamellbonbons
  • Kaubonbons
  • Lakritz
  • Gummibärchen
  • Zähe Brötchen
  • Zähe Kruste
  • Zähes Fleisch
  • Speck
  • Gummige Trockenfrüchte (etwa getrocknete Mango)
  • Kaugummi

Außerdem sollte man den Zuckergehalt in den Lebensmitteln beachten. Natürlich sollte man immer versuchen, Karies präventiv vorzubeugen. Im Rahmen einer Behandlung mit fester Zahnspange, kommt dieser Prävention eine besondere Wichtigkeit zu, da es aufwendiger ist, Karies während des Tragens der fixen Zahnspange präzise zu therapieren.

Nahrungsmittel, die Sie trotz fester Zahnspange essen können

Selbstverständlich müssen Sie sich nicht selbst kasteien und können weiterhin auf eine Vielzahl von Lebensmitteln zurückgreifen. Im Folgenden finden Sie eine Liste, die je nach Vorlieben natürlich individuell erweiterbar ist:

  • gekochtes Gemüse
  • gekochtes Obst
  • Bananen
  • Melonen (kernarm)
  • Nudeln
  • Reis
  • Eier
  • Käse
  • Fisch
  • Aufstriche und Pasteten
  • Tofu
  • Pudding
  • Kartoffelgerichte
  • Pizza
  • weiche Brötchen, kernlos

Es steht also auch beim Essen mit Zahnspange ein abwechslungsreiches Angebot an Nahrungsmitteln zum Verzehr zur Verfügung. Dieses kann an Ihren jeweiligen Ernährungsstil problemlos angepasst werden.

FAQs zu Ernährungstipps für Kinder mit Zahnspange

Darf ich mit fester Zahnspange Müsli essen?

Generell sollten Speisen, die Korn oder Flocken enthalten, gemieden werden, da Körner zwischen den Brackets und den Drähten stecken bleiben können – dies kann für den Zahnspangenträger sehr unangenehm sein. Daher ist es am besten, auf Müsli, Porridge, Vollkornbrötchen, sowie auf Leinsamen und andere Sämereien/Körner zu verzichten oder zumindest etwas zu reduzieren.

Was, wenn die Zahnspange beim Essen dennoch kaputt wird?

Sollte Ihre Zahnspange durch die Nahrungsaufnahme tatsächlich kaputt werden – zum Beispiel, indem ein Bracket bricht -, handelt es sich dabei um einen Notfall. Bitte kontaktieren Sie in diesem Fall umgehend Ihren Kieferorthopäden. Dieser wird mit Ihnen die weitere Vorgehensweise besprechen.

Wie kann ich mir das Essen mit Zahnspange sonst noch erleichtern?

Hilfreich ist es, die Nahrung immer in kleine Stücke zu schneiden, langsam zu essen, viel zu trinken und nach jedem Essen die Zähne zu putzen. Es ist empfehlenswert, hierbei auch Zahnseide bzw. passende Interdentalbürsten zu verwenden.

Ihr Kieferorthopäde berät Sie gerne bei weiteren Fragen.

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Zahnspangen Tipps – Vorbereitung auf die erste Zahnspange

Zahnspangen Tipps – Vorbereitung auf die erste Zahnspange

Veröffentlicht von: Dr. Felix Bergschneider
Lesezeit: 9 Minuten

Invisalign Frankfurt


Der Entschluss zur ersten eigenen Zahnspange kann zur Vorfreude führen – immerhin bedeutet eine Zahnspange sowohl gesundheitliche Vorteile als auch das Wiedererlangen eines ästhetischen Erscheinungsbilds der Zähne. Gleichzeitig ist der Entschluss oft auch mit Unsicherheiten verbunden. So kursieren immer wieder Gerüchte und Mythen hinsichtlich Einschränkungen durch das Tragen einer Zahnkorrekturhilfe. Im Folgenden sollen mögliche Unsicherheiten genommen und hilfreich Zahnspangen Tipps gegeben werden – so können Sie Ihrer neuen Zahnspange mit Freude und Zuversicht entgegenblicken.

Emotionale und praktische Vorbereitung: Wie Eltern und Kinder sich auf die Zahnspange einstellen können.

Wenn Kinder erstmals den Kieferorthopäden besuchen sollen, sorgt dies zunächst hin und wieder für Verunsicherung. Diese ist vor neuen Situationen völlig normal. Jüngere Kinder sind dabei sogar oftmals eher aufgeschlossen und freuen sich auf die Zahnspange, wenn man ihnen das Tragen der Zahnspange spielerisch und humorvoll näherbringt. Teenager hingegen sind einem Besuch beim Kieferorthopäden gegenüber tendenziell verunsicherter eingestellt. In allen Altersgruppen kann es aber auch zu einer ausgeprägten Angst vor dem Besuch beim Kieferorthopäden kommen.
Eine ausgeprägte Angst kann man durch beruhigende Sätze wie: "Es wird schon gut gehen!", kaum lindern, da es sich hierbei um eine abstrakte, nicht greifbare Floskel handelt. Auch Sätze wie: "Reiß dich zusammen!", wirken besonders destruktiv, wenn es darum geht, jemandem – und insbesondere Kindern – eine Angst zu nehmen. Eine Angst ist eben gerade deshalb belastend, weil man sich nicht einfach

"wegstecken" kann. Daher ist es sinnvoller, konkret Vertrauen zu schaffen. Als Erziehungsberechtigter können Sie dies bereits im Vorfeld, indem Sie dem Kind Anhaltspunkte bieten. Dies können Kleinigkeiten sein, beispielsweise, was Sie Ihrem Kind am Tag des Kieferorthopädie-Termins zum Frühstück machen – und dies dann auch umsetzen; aber eben auch konkrete Informationen darüber, warum Sie mit ihm zum Kieferorthopäden gehen und wozu eine Zahnspange dient. Das Kind sollte das Gefühl haben, dass es auf Sie und Ihr Wort zählen kann. Achten Sie bitte darauf, keine Versprechungen zu geben, die Sie nicht einhalten können.
Wenn Sie Ihrem Kind also sagen: "Die Zahnspange wirst du gar nicht spüren!" oder "Niemand wird bemerken, dass du eine Zahnspange trägst!", dann ist ein Beruhigungsversuch, der kaum garantiert werden kann – und den Ihr Kind möglicherweise als Lüge empfinden wird. Das verunsichert. Der Kieferorthopäde sollte ähnlich transparent agieren und das Kind von Anfang an in die Behandlung miteinbeziehen:
Eine ruhige Aufklärung darüber, warum etwas geschieht – zum Beispiel, warum ein Abdruck gemacht wird -, bietet dem Kind Anhaltspunkte und sorgt für ein besseres Verständnis der Situation. Dies wiederum verschafft dem Kind bzw. Teenager ein besseres Gefühl der Kontrolle über die eigene Situation.

Ernährungstipps für Zahnspangenträger: Was ist erlaubt und was sollte man vermeiden?

Zu den wichtigsten Zahnspangen Tipps zählt selbstverständlich auch die passende Ernährung. Egal ob lose oder feste Zahnspange – eine zuckerarme Ernährung ist immer vorteilhaft. Sie reduziert das Karies-Risiko und damit komplizierte Zahn-Behandlungen während der Therapie mit der Zahnspange. Außerdem sollte während des Tragens der Zahnspage auf färbende Lebensmittel wie Kurkuma oder Schwarzer Tee verzichtet werden. Tabak sollte so selten wie möglich zu den Genussmitteln zählen, da er zu einem hartnäckigen braunen Belag der Zahnspange führen kann.

Tipps für die richtige Zahnpflege vor und während der Zeit mit Zahnspange

Bereits vor dem Tragen der Zahnspange ist eine regelmäßige Mund- und Zahnhygiene unabdingbar. Regelmäßiges Zähneputzen sowie das Verwenden von Zahnseide reduziert die Kariesgefahr und damit die Notwendigkeit einer Zahnbehandlung vor dem Tragen der Zahnspange. Die feste Zahnspange sollte fix in die Reinigung integriert werden. Das heißt, dass auch Brackets sowie die Stellen um die Brackets herum gründlich geputzt werden sollten, da es in diesem Bereich vermehrt zu Ablagerungen kommen kann. Auch die Drähte sollten Sie gewissenhaft reinigen. Zur Reinigung der Zahnzwischenräume sind Interdentalbürsten in der passenden Größe sehr gut geeignet – alternativ sind Mundduschen empfehlenswert. Die lose Zahnspange reinigen Sie bitte mindestens zweimal täglich unter lauwarmen Wasser (heißes Wasser könnte die Zahnspange verformen). Eine mittelharte Zahnbürste ist bestens geeignet, um Verunreinigungen von der Zahnspange zu entfernen. Einmal pro Woche sollten Sie die Zahnspange mit einer antibakteriellen Reinigung säubern. Hierbei ist Essig ebenso geeignet wie spezielle Reinigungstabletten für Zahnspangen. Bei Kindern kann man die Reinigung der Zahnspange sehr spielerisch in das tägliche Reinigungsritual mit einbauen.

Zahnspange ohne Stress: Wie du die Eingewöhnung erleichtern kannst

Um das Tragen der Zahnspange zu erleichtern, ist es sinnvoll, Zahnspangen Tipps auch hinsichtlich des Tragekomforts zu befolgen. Es ist daher sinnvoll, sich von Vorneherein mit dem Gefühl des Tragens der Zahnspange zu befassen. So erleben Sie dann, wenn es so weit ist, keine Überraschungen. Seien Sie sich im Klaren darüber, dass Sie anfänglich möglicherweise Druckschmerzen während des Tragens verspüren werden. Diese sind kein Grund zur Sorge. Sobald sich Ihr Kiefer an die Zahnspange gewöhnt hat, lässt der Schmerz für gewöhnlich nach.
Anfangs kann es vorkommen, dass Zahnspangen-Anwender etwas lispeln bzw. Wörter undeutlich aussprechen. Insbesondere die Zunge muss sich erst an den Fremdkörper im Mund gewöhnen. Daher ist es wichtig, Ihr Sprechgefühl in dieser Phase zu verfeinern. Wann immer Sie Zeit haben, können Sie beim Tragen der Zahnspange das Sprechen üben – zum Beispiel unter der Dusche oder vor dem Spiegel. Bald wird Ihnen das Sprechen leichter fallen und Sie werden sich an das Tragegefühl der Zahnspange gewöhnt haben. Trägt Ihr Kind die Zahnspange, so können Sie mit Ihrem Kind spielerische Sprachübungen durchführen – zum Beispiel während des gemeinsamen Lesens des Lieblingsbuchs Ihres Kindes. Dadurch erlangt Ihr Kind neues Selbstbewusstsein schon während des Tragens der Zahnkorrekturhilfe.

Diese Zahnspangen Tipps werden Ihnen bzw. Ihrem Kind helfen, sich an die neue Situation zu gewöhnen und Ihre Zahnspange gerne zu tragen.

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Die häufigsten Mythen über Zahnspangen: Wir klären auf!

Die häufigsten Mythen über Zahnspangen: Wir klären auf!

Veröffentlicht von: Dr. Felix Bergschneider
Lesezeit: 3 Minuten

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Die Zahnspange stellt in der Kieferorthopädie eine hochwirksame Methode der Zahnkorrektur dar. Zugleich verunsichern verbreitete Fehlinformationen und Missverständnisse interessierte Menschen. Im Folgenden soll daher aus kieferorthopädischer Sicht über die größten Zahnspangen Mythen aufklärt werden.

Zahnspangenmythos 1: Macht die feste Zahnspange die Zähne kaputt?

Wichtig beim Tragen einer festen Zahnspange ist eine besonders gründliche Zahn- und Mundhygiene. Dies bedeutet, dass während der täglichen Zahnreinigungsroutine insbesondere die Zahnzwischenräume sowie die Zwischenräume des Zahnspangendrahtes geputzt werden sollten. Ein weiteres Augenmerk sollte auf der regelmäßigen Reinigung der Brackets sowie um die Brackets herum liegen. Die konsequente Pflege von Zähnen und Zahnspange mindert das Plaque-Risiko und somit die Entstehung von Karies, das die Zähne schädigen könnte.

Fazit: Eine korrekt gesetzte feste Zahnspange macht die Zähne nicht kaputt – sie fungiert im Gegenteil als hochwirksame therapeutische Maßnahme. Vielmehr ist es möglicherweise entstehende Karies, welche die Zähne schädigen kann. Durch konsequente Zahn- und Mundhygiene, in der Sie Ihre feste Zahnspange mit einbeziehen, können Sie dieses Risiko minimieren.

 

Zahnspangen Mythos 2: Zahnspangen sind extrem teuer und nur Luxus.

Ebenfalls zu den Zahnspangen Mythen zählen diverse Kosten-Berechnungen, denen zufolge Zahnspangen stets sehr teuer seien. Hinsichtlich des Preises gibt es jedoch große Unterschiede, teilweise werden die Kosten von der gesetzlichen Krankenkasse übernommen. Der Kieferorthopäde wird zunächst einen Heil- und Kostenplan erstellen. In diesem ist die Schwere der Zahn- und Kieferfehlstellung angegeben. Ab Schweregrad 3 finanziert die Krankenkasse bei Kindern jedenfalls einen Teil der Zahnkorrektur. Bei ausgeprägten Kiefer- und Zahnfehlstellungen übernimmt die gesetzliche Krankenkasse bis zum 18. Lebensjahr einen Großteil der Kosten. Für etwaige Zusatzbehandlungen müssen jedoch die Erziehungsberechtigten selbst aufkommen.

Für die Zahnkorrektur Erwachsener übernimmt die Krankenkasse in der Regel keinerlei Kosten. Allerdings kann es auch in diesen Fällen bei sehr schweren Zahn- und Kieferfehlstellungen zu Kostenzuschüssen der Krankenkasse kommen. Die konkreten Kosten hängen zudem von der Art der Zahnspange ab, beispielsweise, ob die Zahnspange fest oder lose ist, und welcher Material- und Zeitaufwand zum Anbringen der Zahnspange notwendig ist. Während einige Zahnspangen also von der gesetzlichen Krankenkasse (größtenteils) bezahlt werden, können andere Zahnspangen-Behandlungen zwischen etwa 500 Euro und 15.000 Euro kosten. In manchen Fällen kann die Wahl einer Privaten Zusatzversicherung zur Deckung der Kosten sinnvoll sein.

Fazit: Die anfallenden Kosten hängen vom Alter, vom Schweregrad der Zahnfehlstellungen und von der Wahl der Zahnspange ab. Es ist ratsam, mögliche Kosten im Vorfeld sowohl mit Ihrem Kieferorthopäden als auch mit Ihrer Krankenkasse bzw. Ihrer Krankenzusatzversicherung abzuklären.

Zahnspangen Mythos 3: Nach der Zahnspange sind die Zähne für immer gerade.

Zu den besonders hartnäckigen Zahnspangen Mythen zählt die Annahme, dass die Zähne nach der kieferorthopädischen Korrektur für immer gerade bleiben würden. Zähne sind jedoch gewissermaßen „dynamischer“ Natur, das bedeutet, sie verändern immer wieder ihre Position – dies ist ein ganz normaler Vorgang. Selbst nach der erfolgreichen kieferorthopädischen Behandlung mit Zahnspange kann daher ein sogenanntes „Rezidiv“ erfolgen. Das heißt, die Zähne wandern in ihre ursprüngliche Zahnstellung zurück. Dieser Rückbewegung in die inkorrekte Fehlstellung sollte vorgebeugt werden. Hierfür sind sogenannte „Retainer“ sinnvoll. Es handelt sich dabei um Zahnschienen, welche die Zähne in ihrer Idealposition halten. Unterschieden wird dabei zwischen festen und herausnehmbaren Retainern. Viele Anwender tragen diese Retainer nur nachts oder an bestimmten Tagen der Woche – welche Option sinnvoll ist, muss am individuellen Zustand des jeweiligen Gebisses betrachtet werden. Ein Retainer sollte mindestens ein bis zwei Jahre lang nach der Therapie konsequent getragen werden, da in dieser Zeit das Risiko eine Rezedivs besonders hoch ist. Häufig ist jedoch das lebenslange Tragen eines Retainers die beste Option, um erneuten Zahnfehlstellungen vorzubeugen.

Fazit: Nein, die Zähne bleiben nach einer Behandlung mit Zahnspangen nicht für immer gerade. Das Risiko eines Rezedivs ist insbesondere in den ersten zwei Jahren nach der Behandlung sehr hoch. Um langanhaltende Ergebnisse nach einer kieferorthopädischen Behandlung zu erzielen, sollte daher ein Retainer getragen werden.

Zahnspangen Mythos 4: Bekommt man weiße Flecken nach der Zahnspange?

Ob es durch die Behandlung zu weißen Flecken an den Zähnen kommt, hängt von mehreren Faktoren ab – die Gefahr dieser Flecken besteht vor allem bei einer festen Zahnspange, da hierbei die Zahnreinigung erschwert ist. Nahrungsreste und Bakterien sammeln sich besonders leicht an den Rändern der Brackets und zwischen bzw. unter den Drähten der Zahnspange an und können dem Zahnschmelz großen Schaden zufügen. Diese Schäden werden u.a. als weiße Flecken sichtbar. Sie stellen eine Vorstufe zu Karies dar. Daher sollten auch Zahnzwischenräume, Brackets und Drähte regelmäßig gereinigt werden.

Fazit: Eine konsequente Zahn- und Mundhygiene – angepasst an die feste Zahnspange – verringert das Risiko weißer Flecken auf den Zähnen stark. Ihr Kieferorthopäde berät Sie gerne zur effektiven und zugleich schonenden Reinigung Ihrer Zähne sowie Ihrer Zahnspange. In vielen Zahnspangen Mythen steckt also zwar ein Fünkchen Wahrheit – allerdings basieren viele Behauptungen lediglich auf fehlenden Informationen hinsichtlich der passenden Zahnspangen-Auswahl bzw. korrekter Zahn- und Mundhygiene.

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Pflege von Zahnspangen: Tipps für Kinder und ihre Eltern

Pflege von Zahnspangen: Tipps für Kinder und ihre Eltern

Veröffentlicht von: Dr. Felix Bergschneider
Lesezeit: 8 Minuten

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Sowohl lose als auch feste Zahnspangen haben sich in der kieferorthopädischen Praxis zur Behandlung von Zahn- und Kieferfehlstellungen bei Kindern bewährt. Dank individuell abgestimmten Zahnkorrekturhilfen kann das Wachstum des Kiefers positiv beeinflusst und schiefe Zähne korrigiert werden. Dies wirkt sich positiv auf die Gesundheit des Kindes und darüber hinaus auf die spätere Zahngesundheit im Erwachsenenalter aus.

Um eine effektive Behandlung zu gewährleisten, ist es allerdings ebenso wichtig, auf eine gute Mundhygiene zu achten. Hierzu zählt vor allem auch die Pflege der Zahnspange.

Im Folgenden finden Sie hilfreiche Tipps und Infos zur richtigen Handhabe von Zahnspangen. Pflege und Reinigung sind unkompliziert, wenn Sie ein paar Tipps beachten.

Zahnspangen – Pflege fester Zahnkorrekturhilfen

Die feste Zahnspange ist mit sogenannten Brackets und Drähten während der gesamten Behandlungsdauer an den Zähnen Ihres Kindes fixiert. An diesen Bestandteilen können sich Nahrungsreste festsetzen und Plaque bzw. Karies verursachen. Daher ist für diese Art der Zahnspange eine gründliche Reinigung besonders essentiell. Die Zähne samt Zahnspange sollten wenn möglich nach jeder Mahlzeit gereinigt werden.

Um bei Zahnspangen die Pflege zu gewährleisten und gleichzeitig das Kind nicht zu überfordern, ist es empfehlenswert, sich spielerisch an das Thema „Zahnhygiene“ anzunähern. Hierbei können Sie je nach Alter Ihres Kindes dessen Phantasie anregen: Beispielsweise kann die Zahnbürste ein Zauberstab sein, der sowohl die Zähne als auch die Zahnspange zum Glitzern bringt. Altersgerechte Bücher, die das Thema Zähneputzen und Zahnspangen in einer Angst mindernden und positiven Art und Weise näherbringen, können ebenfalls helfen, die Akzeptanz zum Tragen fester Zahnspangen zu erhöhen und Ihr Kind für die Mundhygiene zu sensibilisieren.

Die korrekte Reinigung fester Zahnspangen

Als Grundsatz gilt: Zähne inklusive Zahnzwischenräume sollten mindestens drei Minuten lang geputzt werden. Hierbei geht Ihr Kind am besten wie folgt vor:

Zunächst wird der Mund ausgespült, danach werden die Zähne gründlich mit einer geeigneten Kinderzahnbürste samt passender Zahnpasta geputzt. Empfehlenswert ist hierbei zum Beispiel die elmex Junior Zahnpasta. Diese ist weniger abrasiv als Zahnpasten für Erwachsene und deshalb zur Reinigung fester Zahnspangen geeignet. Außerdem ist diese Zahnpasta speziell auf die Bedürfnisse von Kindern abgestimmt.

Ihr Kind sollte mit der Zahnbürste nicht nur die Zahnoberflächen reinigen, sondern auch besonders gut um die Brackets herum putzen. Ebenso sollten Drähte und Brackets selbst stets gründlich gereinigt werden. Engere Zahnzwischenräume können bei Bedarf zudem vorsichtig mit einer Interdentalbürste in geeigneter Größe oder auch mit Zahnseide gesäubert werden, sofern dies für Ihr Kind nicht zu unangenehm ist. Alternativ können Sie auch die mitunter als sanfter empfundene Methode einer Munddusche verwenden – entsprechende Produkte gibt es im Handel auch speziell für Kinder. Hierbei empfiehlt sich ebenfalls eine spielerische Herangehensweise in positiver Atmosphäre. Überlassen Sie ihrem Kind dabei das Tempo und achten Sie darauf, mit welcher Reinigungsmethode sich Ihr Kind am wohlsten fühlt.

Nach der Reinigung ist die Verwendung einer Mundspülung empfehlenswert. Auf dem Markt existieren etliche für Kinder geeignete Mundspülungen, wie etwa Elmex Junior Mundspülung. Derartige Mundspülungen sind an die Bedürfnisse der Mundflora von Kindern angepasst und enthalten meist Inhaltsstoffe zur Remineralisierung der Zähne.

Auf die Reinigung der festen Zahnspange sollte großer Wert gelegt werden, da infolge einer mangelhaften Mundhygiene unter anderem Zahnfleischentzündungen sowie weiße Flecken an den Zähnen entstehen können. Dies wiederum kann zu Karies führen. Dennoch sollte auch eine sehr gründliche Reinigung bei Kindern spielerisch und ohne Angst und Druck erfolgen. Sollten Sie Zweifel an der passenden Zahnreinigungsmethode haben, sprechen Sie am besten mit Ihrem Kieferorthopäden über kindgerechte Reinigungsrituale.

Zahnspangen – Pflege loser Zahnkorrekturhilfen

Die Reinigung einer losen Zahnspange stellt bei Kindern eine geringere Herausforderung dar, da Kinder durch das Herausnehmen der Zahnspange flexibler in ihrer Mundhygiene sind. Allerdings ist die Reinigung einer losen Zahnspange genauso wichtig wie die Reinigung einer festsitzenden Zahnspange. Auch in dieses Reinigungsritual können Sie ihr Kind miteinbeziehen. Dadurch lernt es spielerisch, Verantwortung zu übernehmen. So reinigen Sie die lose Zahnspange gründlich für bzw. mit Ihrem Kind:

Die Zahnspange sollte beim täglichen Zähneputzen – also mindestens zweimal am Tag – gereinigt werden. Dabei wird die Zahnspange aus dem Mund entnommen und unter lauwarmem Wasser gründlich abgespült. Verwenden Sie kein heißes Wasser, da dieses die Zahnspange verformen kann. Zur Reinigung verwenden Sie am besten eine Zahnbürste mit mittelharten Borsten, um Verunreinigungen gründlich entfernen zu können.

Einmal wöchentlich sollte die Zahnspange einer antibakteriellen Reinigung unterzogen werden. Hierfür eignet sich ein Hausmittel, nämlich Essig. Es sollte sich nicht um naturtrüben Essig bzw. Fruchtessig handeln. Mischen Sie Wasser und Essig im Verhältnis 1:1 miteinander in einem Becher und legen Sie die Zahnspange etwa 30 Minuten in die Essiglösung. Danach bürsten Sie die Zahnspange gründlich und waschen Sie sie unter fließendem Wasser. Alternativ können Sie auch spezielle Reinigungstabletten für Zahnspangen verwenden – bitte niemals Reinigungstabletten für Prothesen verwenden, da Prothesenreinigungstabs das Material der Kinderzahnspangen schädigen könnten. Die Zahnspangen-Reinigungstabletten lösen Sie in einem Becher mit Wasser auf und weichen die Zahnspange für einige Minuten – nach Herstellerangaben – in der Flüssigkeit ein. Danach waschen Sie die Lösung von der Zahnspange ab. Achten Sie während des Reinigens darauf, die Zahnspange am Kunststoff und nicht an den Drähten festzuhalten. Die Drähte könnten sich bei falscher Handhabe verbiegen.

Häufig gestellte Fragen hinsichtlich der Pflege von Zahnspangen

Was muss ich bei Zahnspangen hinsichtlich Pflege beachten?

Neben den oben erwähnten Aspekten ist es ebenso wichtig, eine lose Zahnspange richtig aufzubewahren, sobald sie nicht getragen wird. Am besten dafür ist eine Box geeignet, welche die Zahnspange schützt. Die Box sollte Löcher beinhalten, um das Risiko von Schimmelbildung zu minimieren.

Kann ich auch Zahnpasta für Erwachsene zur Zahnspangenreinigung verwenden?

Zahnpasten für Erwachsene sind zur Reinigung von Zahnspangen eher nicht empfehlenswert. Dies liegt daran, dass Zahnpasten für Erwachsene einen höheren RDA-Wert (radioaktive oder relative Dentinabrasion) aufweist, also die Zähne zu Reinigungszwecken vermehrt „abschmirgeln“. Kinderzahnpasten besitzen aufgrund ihres geringen RDA-Wertes daher schonendere Reinigungseigenschaften für Zahnspangen.

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Der richtige Zeitpunkt für eine Zahnspange: Wann sollten Kinder anfangen?

Der richtige Zeitpunkt für eine Zahnspange: Wann sollten Kinder anfangen?

Veröffentlicht von: Dr. Felix Bergschneider
Lesezeit: 8 Minuten

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Zahnspangen sind nicht nur im Erwachsenenalter, sondern auch im Kindesalter ein Thema. Oftmals werden erste Zahnfehlstellungen bereits von den Eltern im Kleinkindalter erkannt; etwaige Fehlstellungen des Gebisses werden zudem oft vom Kinderarzt oder vom Schularzt diagnostiziert und das Kind an einen Kieferorthopäden überwiesen, allerdings kann auch ohne Überweisung ein Besuch beim Kieferorthopäden sinnvoll sein. Im Folgenden soll der Frage, ab wann die Zahnspange für Kinder geeignet ist, im Detail auf den Grund gegangen werden.

Die Zahnspange: ab wann sie für Kinder geeignet ist

Das richtige Alter für eine kieferorthopädische Behandlung mit fester oder herausnehmbarer Zahnspange hängt von der Art der Zahn- und Kieferfehlstellungen ab. Bei manchen Fehlstellungen des Gebisses kann bereits eine Therapie des Milchgebisses sinnvoll sein. Dies fällt unter die Kategorie der sogenannten „Frühbehandlung“. Das Positive an einer solchen Frühbehandlung ist, dass sogenannte Leeway-Spaces (Platzreserven) genutzt werden können, um das Wachstum des kindlichen Kiefers positiv zu beeinflussen. Dadurch können schwerwiegende Fehlentwicklungen der Zähne bzw. des Kiefers verhindert werden.

Die erste Vorstellung beim Kieferorthopäden

Aus den soeben genannten Gründen ist es sinnvoll, das Kind bereits früh beim Kieferorthopäden vorzustellen. Das passende Alter liegt dabei etwa zwischen fünf und neun Jahren – vorausgesetzt, es werden nicht schon im jüngeren Lebensalter Auffälligkeiten des Kiefers bzw. der Zähne beobachtet.
Durch eine frühe Konsultation beim Kieferorthopäden können Fehlstellungen des Gebisses schnell diagnostiziert und adäquat therapiert werden. Zudem sind auch präventive Maßnahmen möglich, um Zahn- und Kieferfehlstellungen gar nicht erst entstehen zu lassen.

Die folgenden Beispiele zeigen auf, wann eine frühe Therapie mittels Zahnspange für Kinder sinnvoll ist:

Traumatischer Tiefbiss

Bei dieser Fehlstellung beißt sich das Kind mit den unteren Schneidezähnen in den Gaumen.

Kreuzbiss

Bei dieser Fehlstellung wachsen die Zähne des Oberkiefers an den Zähnen des unteren Kiefers vorbei.

Frontal offener Biss

Bei dieser Fehlstellung berühren die Zähne von Unter- und Oberkiefer einander nicht. Diese Fehlstellung entsteht häufig durch Daumenlutschen und ähnliche Gewohnheiten.

Umgekehrter Oberbiss

Bei dieser Fehlstellung stehen die unteren Zähne vor den oberen Zähnen.

Darum ist eine kieferorthopädische Frühbehandlung sinnvoll

Im Rahmen einer Frühbehandlung ist es möglich, derartige Zahnfehlstellungen nachhaltig zu therapieren. Die Kieferknochen befinden sich bei Kindern noch in der Wachstumsphase. Dadurch kann gezielt in das Wachstum eingegriffen werden und dieses beispielsweise gefördert oder gehemmt werden. Dabei ist es wichtig, dass bereits die ersten bleibenden Backenzähne beim Kind vorhanden sind, und dass die Milchfrontzähne bereits ausgefallen sind oder wackeln – das heißt, das Kind befindet sich in der ersten Wechselgebiss-Phase. Diese Phase tritt ab etwa dem sechsten Lebensjahr ein.
Da die Zahnspange für Kinder an den Milchzähnen nur unzureichend befestigt werden kann und auf diesen nicht gut hält, ist eine frühere Behandlung mittels Zahnspange im Normalfall eher weniger geeignet.
Sinnvoll ist eine Frühbehandlung jedenfalls dann, wenn diese spätere Komplikationen – wie etwa Wachstumsauffälligkeiten der zweiten Zähne bzw. des Kiefers – verhindern kann. Auch bei Kindern können nicht therapierte Fehlstellungen des Gebisses bereits Kiefergelenksprobleme verursachen. Eine rechtzeitige Therapie kann dies verhindern.

Finanzielle Aspekte hinsichtlich kieferorthopädischer Behandlungen bei Kindern

In den meisten Fällen übernimmt die gesetzliche Krankenkasse die Kosten für eine kieferorthopädische Therapie per Zahnspange für Kinder. Die Voraussetzung dafür ist, dass die kieferorthopädische Indikationsgruppe 3-5 gewährleistet ist. Bei den kieferorthopädischen Indikationsgruppen handelt es sich um Einstufungen hinsichtlich Schwere von Zahn- und Kieferfehlstellungen. Stufe 1 beschreibt beispielsweise vorwiegend kosmetisch relevante Anomalien ohne medizinische Relevanz, Stufe 2 leichte Fehlstellungen des Gebisses, die den Alltag jedoch kaum beeinträchtigen. Daher bezahlt die Krankenkasse erst ab Stufe 3 – also ab mittelschweren Zahn- und Kieferfehlstellungen – etwaige Therapien für Kinder, darunter auch die Behandlung mithilfe der Zahnspange.

FAQ zum Thema „Zahnspange ab wann für Kinder“

Wie lange sollten Kinder die Zahnspange tragen?

Die genaue Tragedauer hängt zunächst vom Ausmaß der Zahn- bzw. Kieferfehlstellung ab. Eine Kieferfehlstellung, die der kieferorthopädischen Indikationsgruppe 3 entspricht, wird etwas schneller zu behandeln sein als eine Kieferfehlstellung der Indikationsgruppe 4 oder 5. Hinzu kommt die Auswahl zwischen einer festen oder einer herausnehmbaren Zahnspange. Die Vorteile einer festen Zahnspange sind, dass das Kind diese nie verlieren kann und die Behandlungsdauer mitunter etwas kürzer ist als bei einer herausnehmbaren Zahnspange. Eine herausnehmbare Zahnspange sollte jedenfalls mindestens 13 Stunden pro Tag von Ihrem Kind getragen werden, um gute kieferorthopädische Ergebnisse zu erzielen. Eine herausnehmbare Zahnspange kann auch nachts getragen werden.
Im Durchschnitt dauert die Gesamtzeit der Therapie mit Zahnspange bei Kindern etwa drei bis vier Jahre. Mitunter wird zur Nachsorge auch das Tragen eines sogenannten Retainers empfohlen, um die korrekte Zahnstellung zu erhalten.

Zahnspange: Ab wann sollten Kinder sie tragen?

Die besten kieferorthopädischen Ergebnisse werden zwischen dem neunten und dem vierzehnten Lebensjahr erzielt. Um eine Zahnspange gut an den Zähnen befestigen zu können, ist es wichtig, dass die großen Backenzähne bereits vorhanden sind. Für jüngere Kinder existieren spezielle Mundeinlagen, welche die Muskulatur in Mund und Kiefer stärken (Funktionskieferorthopädie). Die Indikation richtet sich im Zweifelsfall immer nach den individuellen Bedürfnissen Ihres Kindes.

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Zahnspangen für Kinder

Zahnspangen für Kinder – über die Zahnregulierung im Kindesalter

Veröffentlicht von: Dr. Felix Bergschneider
Lesezeit: 5 Minuten

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Auch im Kindesalter kann es bereits zu Zahnfehlstellungen kommen. Viele Eltern und Erziehungsberechtigte sind daraufhin verunsichert und fragen sich, welche Zahnspangen für Kinder geeignet seien. Neben dem Kostenfaktor, der bei den Überlegungen eine Rolle spielen kann, ist es häufig auch das Aussehen der Zahnspangen, das gerade Kinder beschäftigt – viele Kinder „freuen“ sich auf bunte Zahnspangen, während andere Kinder lieber eine möglichst unsichtbare Zahnregulierung tragen möchten.
Im folgenden Artikel finden Sie eine Übersicht zu den verschiedenen Möglichkeiten der Korrektur von Zahnfehlstellungen bei Kindern.

Wann ein Besuch beim Kieferorthopäden mit Ihrem Kind sinnvoll ist

Bei Personen unter 18 Jahren übernimmt die Krankenkasse häufig – je nach schwere der Zahn- und Kieferfehlstellung – die kieferorthopädische Behandlung. Als Richtwert für den ersten Kontrollbesuch beim Kieferorthopäden gilt das fünfte bis neunte Lebensjahr des Kindes.

Ein Besuch beim Kieferorthopäden Ihres Vertrauens sollte mit Ihrem Kind jedenfalls vor allem dann erfolgen, wenn Sie Auffälligkeiten beim Gebiss Ihres Kindes bemerken – wie etwa auffällig schief wachsende oder vorstehende Zähne. Dies kann bereits das Milchgebiss betreffen. Erfolgt eine Behandlung des Gebisses früh genug, kann das Wachstum des kindlichen Kiefers nachhaltig positiv beeinflusst werden, und in manchen Fällen bleibt dem Kind durch eine frühzeitige kieferorthopädische Therapie mitunter sogar der Einsatz einer Zahnspange erspart.

Mögliche Zahnfehlstellungen bei Kindern

Um die möglichen Zahn- und Kieferfehlstellungen bei Kindern zu konkretisieren, erfolgt hier eine beispielhafte Auswahl an Fehlstellungen, die kieferorthopädisch behandelt werden sollten:

Kreuzbiss

Die Seitenzähne des Oberkiefers führen beim Aufbiss an den Zähnen des Unterkiefers vorbei.

Frontal offener Biss

Diese Fehlstellung entsteht oft durch exzessives Daumenlutschen. Beim Aufbiss berühren die Zähne des Ober- und Unterkiefers einander nicht

Traumatischer Tiefbiss

Beim Aufbiss berühren die Schneidezähne des Unterkiefers den Gaumen.

Großer Überbiss

Die Frontzähne ragen beim Aufbiss weit über die unteren Frontzähne vor.

Umgekehrter Überbiss

Hier ragen die unteren Frontzähne weit über die oberen Frontzähne vor.

Hinzu kommen komplexe Syndrome wie Lippen-Kiefer-Gaumenspalten oder das frühzeitige Ausfallen der Milchzähne als Folge von Erkrankungen der Zähne wie etwa Karies.

Bei all den genannten möglichen Zahn- und Kieferfehlstellungen ist eine baldige Therapie des Kindes sinnvoll – vor allem, um bleibende Schäden im Erwachsenenalter zu verhindern. Je nach Indikationsstellung ist dabei häufig eine Behandlung mittels herausnehmbarer Zahnspangen für Kinder möglich; bei schweren Zahnfehlstellungen sind feste Zahnspangen für Kinder effektiver. Bei der Behandlung mittels Zahnkorrekturhilfen für Kinder ist es wichtig, dass Ihr Kind bereits seine bleibenden Backenzähne besitzt und die Milch-Frontzähne nicht mehr vorhanden sind – dies geschieht etwa um das sechste Lebensjahr herum.

Die Vorteile einer kieferorthopädischen Behandlung bei Kindern

Beginnt man eine kieferorthopädische Korrektur früh genug, lassen sich Entwicklungen von Kieferfehlstellungen bereits während des Wachstums der Ober- und Unterkieferknochen korrigieren. Das heißt, dass das Wachstum der Knochen gezielt beeinflusst werden kann. Zahn- und Kieferfehlstellungen, die sich im Erwachsenenalter möglicherweise verschlimmern würden, können so schon während des Entstehens gut therapiert werden. Dies betrifft zusätzlich zur Behandlung mit Zahnspangen für Kinder auch das Überprüfen der Lebensgewohnheiten des Kindes. So kann zum Beispiel übermäßiges Daumenlutschen oder Nuckeln am Schnuller nach dem dritten Lebensjahr zu Zahnfehlstellungen führen. Auch eine verstärkte Mundatmung sowie eine Zungenfehlstellung während des Schluckens kann auf Dauer zu Fehlstellungen des Gebisses führen.

Dank frühzeitiger kieferorthopädischer Behandlung können etwaige Symptome und Folgen der Zahn- und Kieferfehlstellungen behoben bzw. vermieden werden. Beispielsweise kann dadurch effektiveres Kauen hergestellt werden und damit eine bessere Verarbeitung der Nahrung erfolgen, Lispeln gut behandelt und eine verbesserte Atmung erzielt werden. Zudem kann eine kieferorthopädische Therapie vorbeugend gegen bestimmte Wirbelsäulen-Beschwerden helfen.

Folgende Zahnspangen für Kinder kommen dabei zum Einsatz:

Herausnehmbare Zahnspangen für Kinder und Kiefer Korrekturhilfen

Diese Zahnspangen sind lose und können jederzeit selbst herausgenommen werden. Sie eignen sich insbesondere bei leichten und mittleren Fehlstellungen des Gebisses. Zu dieser Zahnkorrekturhilfe zählen auch Aligner. Es handelt sich dabei um beinahe unsichtbare Zahnschienen, die über die Zähne gestülpt und etwa alle zwei Wochen an den Fortschritt der Zahnkorrektur angepasst werden.

Auch sogenannte „KFO-Geräte“ sind herausnehmbar. Darunter versteht man Zahn- und Kieferkorrekturhilfen, die in den Mund geschoben werden, um während des Tragens die Bewegungen des Kiefers zu regulieren. Je nach Kieferfehlstellung existieren verschiedene Varianten – wie etwa Aktivator oder Bionator – um einen individuellen Therapieerfolg zu erzielen.

Feste Zahnspangen für Kinder

Diese Zahnspangen haben sich in der Therapie bei Kindern besonders bewährt. Sie werden mittels Bögen, Drähten und sogenannten Brackets an den Zähnen befestigt. Der Draht übt dabei den vom Kieferorthopäden eingestellten optimalen Druck auf die Zähne aus, um diese in ihre korrekte Position zu bewegen. Konventionelle Zahnspangen werden an den Außenseiten der Zähne angebracht und sind daher sichtbar. Eine nahezu unsichtbare und ebenso effektive Lösung stellen linguale Zahnspangen für Kinder dar. Hierbei werden Drähte und Brackets an den Innenseiten der Zähne befestigt. Diese Option der festen Zahnspange wird von den gesetzlichen Krankenkassen jedoch nicht bezahlt.

FAQs – Häufig gestellte Fragen hinsichtlich Zahnspangen für Kinder

Wann sind Zahnspangen für Kinder wirklich sinnvoll?

Eine Korrektur der Zähne bzw. des Kiefers bei Kindern ist dann sinnvoll, wenn es aufgrund der Fehlstellungen zu Fehlbelastungen der Zähne, der Kaumuskulatur und des Zahnhalteapparates kommt. Oft wird dies durch Schmerzen, Lispeln oder andere Einschränkungen im Alltag bemerkt. Ihr Kieferorthopäde kann mit Ihnen gemeinsam die bestmöglichen und sinnvollsten Therapieoptionen für Ihr Kind erwägen.

Welche Kosten der Zahnspangen für Kinder übernimmt die gesetzliche Krankenkasse?

Ob die Kosten von der gesetzlichen Krankenkasse gänzlich übernommen werden oder nicht, hängt von der Schwere der Zahn- und Kieferfehlstellung ab. Die Krankenkasse orientiert sich dabei an der sog. KIG-Einstufung (Kieferorthopädische Indikations-Gruppe). Es muss dabei mindestens Stufe 3, das heißt eine deutliche Zahnfehlstellung, vorhanden sein, damit die gesetzliche Krankenkasse die Behandlung bezahlt. Zu beachten ist hierbei, dass die Krankenkasse lediglich reguläre Zahnspangen – das heißt, solche mit Metallbrackets – bezahlt. Der Einsatz von Keramikbrackets, lingualen Zahnspangen oder Alignern fällt nicht darunter und kann zusätzlich etwa 500 bis 1500 Euro kosten.

Liegt eine KIG-Einstufung der Stufe 1-2 vor, bezahlen die gesetzlichen Krankenkassen die Behandlung nicht. Die Kosten richten sich in diesem Fall nach der gewählten Behandlungsmethode sowie dem Material – und Zeitaufwand und betragen durchschnittlich etwa 3500 bis 5000 Euro.

Wie lange dauert eine Therapie mit Zahnspangen für Kinder?

Wie lange eine Therapie mit Zahnspangen für Kinder dauert, kann nicht pauschal beantwortet werden, da die Behandlungsdauer von vielen Faktoren abhängt. Dazu zählen etwa die Schwere der Zahn- und Kieferfehlstellung, die Wahl der Zahnspange und die Konsequenz des Tragens der Zahnspangen. Manche Zahnfehlstellungen können in einigen Wochen behoben werden, andere bedürfen mehrerer Jahre Therapie, um bestmögliche Ergebnisse zu gewährleisten.

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