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Autor: Dr. Felix Bergschneider

Wie Schnarchschienen bei Schlafapnoe helfen können

Wie Schnarchschienen bei Schlafapnoe helfen können

Veröffentlicht von: Dr. Felix Bergschneider
Lesezeit: 8 Minuten

Invisalign Frankfurt


Weltweit sind etliche Menschen während des Schlafens von einem unliebsamen Störfaktor betroffen: dem Schnarchen. In vielen Fällen kommt es dabei zusätzlich zu Atemaussetzern, der sogenannten Schlafapnoe. Je nach Ursache der Symptome gibt es verschiedene Therapiemöglichkeiten. Schnarchschienen stellen dabei eine bewährte und effektive Behandlungsform dar. Wir informieren Sie über die Therapiemethode der Schnarchschiene bei Schlafapnoe.

Wie kommt es zu einer Schlafapnoe und zum Schnarchen?

Unter einer „Schlafapnoe“ versteht man Atemaussetzer während des – meist nächtlichen – Schlafens. Diese Atemaussetzer können bis zu 60 Mal pro Stunde vorkommen – manchmal sogar bis zu 100 Mal. Dem Betroffenen sind diese Atemaussetzer häufig nicht bewusst; dennoch entspannen sich während des Schlafes die Muskeln des Gaumens und des Rachens. Dadurch rutscht die Zunge zurück. Die Atemnluft, die nun am entspannten Gewebe vorbei strömt, versetzt es in Schwingungen und verursacht die typischen Schnarchgeräusche.

Häufig verengen sich dabei zusätzlich die Atemwege, wodurch kurze Aussetzer der Atmung entstehen. Die Atemaussetzer können auch 10 Sekunden oder länger andauern – ab dann spricht man von der „Schlafapnoe“. Die Sauerstoffsättigung im Blut sinkt, ebenso die Herzfrequenz. Um Tod durch Ersticken zu verhindern, kommt es nach wenigen Sekunden zu einer automatischen Weckreaktion. Auf Dauer sind diese Atemaussetzer dennoch nicht ungefährlich, da sie zu diversen Folgeerscheinungen führen können.

Mögliche Symptome und Folgeerscheinungen bei Schlafapnoe

Aufgrund der Atemaussetzer entsteht eine immer wiederkehrende Unterversorgung mit Sauerstoff im Körper. Dadurch kann es unter anderem zu folgenden Symptomen kommen – nicht jedes Symptom bzw. nicht jede Folgeerscheinung muss dabei auftreten:

  • Schnarchen
  • Kopfschmerzen insbesondere nach dem Aufstehen
  • nachlassende Konzentrationsfähigkeit
  • Ein- und Durchschlafstörungen
  • Müdigkeit
  • Hoher Blutdruck
  • Nervosität, mitunter bis hin zu Panikattacken
  • Depressive Verstimmungen
  • Sekundenschlaf, der erhöhte Risiken im Straßenverkehr und für Arbeitsunfälle birgt
  • Erhöhtes Risiko von Schlaganfällen
  • Erhöhtes Herzinfarkt-Risiko

Diese möglichen Symptome zeigen auf, dass es äußerst wichtig ist, die Schlafapnoe in den Griff zu bekommen. Eine weit verbreitete Möglichkeit hierzu stellt die sogenannte Schnarchschiene – auch Unterkieferprotrusionsschiene genannt – dar.

So funktioniert die Unterkieferprotrusionsschiene

Bei der Schnarchschiene handelt es sich um herausnehmbare Schienen aus Kunststoff, die vor dem Schlafengehen vom Anwender in den Mund eingesetzt werden. Die Schienen funktionieren auf rein mechanischer Ebene: Sie schieben den Unterkiefer etwas nach vorne und halten ihn in dieser Position. Dadurch wird der Raum hinter der Zunge erweitert und die Atemwege freigehalten. Atemaussetzer können verhindert werden, und auch lästiges Schnarchen kann dadurch behoben werden. Allerdings hilft die Schnarchschiene nur beim sogenannten „Zungengrundschnarchen“ – eben dann, wenn das Zurückrutschen der Zunge und das ungewollte Verschließen des Atemkanals die Ursache darstellt.

Was ist bei einer Schlafapnoe sinnvoller: Schiene oder CPAP-Maske?

Bei der sogenannten CPAP-Maske handelt es sich um eine Atemmaske, die nachts getragen wird, um die Atemwege mit Überdruck zu versorgen und dadurch für die Luftzufuhr freizuhalten. Die Maske wird vor allem für mittelschwere bis schwere Fälle von Schlafapnoe eingesetzt und von vielen Anwendern nach einer Eingewöhnungsphase gerne getragen. Bei einer leichten bis mittelschweren Schlafapnoe, die auf der Erschlaffung der Zunge beruht sowie bei Untergrundschnarchen stellt hingegen die Schnarchschiene eine besonders bewährte Option dar.

Betroffene können durch den Einsatz einer Schnarchschiene ihre Tagesmüdigkeit verbessern – und zwar genauso wie durch die Therapie mittels Überdruckbeatmung per Maske.

Bezahlt die gesetzliche Krankenkasse eine Unterkieferprotrusionsschiene?

Mittlerweile bezahlt die gesetzliche Krankenkasse eine Schnarchschiene dann, wenn alle anderen Behandlungsmethoden keine Verbesserung bringen. Welche Behandlungsmethode zum Einsatz kommt, hängt dabei von der Schwere der Schlafapnoe ab. In leichteren Fällen kann zunächst auch eine konsequente Veränderung der Schlafposition, eine Überprüfung und ggf. Verbesserung der Luftqualität im Schlafzimmer oder auch eine Gewichtsreduktion zur Verringerung bis hin zur Beseitigung der Schlafapnoe beitragen. Oftmals wird auch zu einer CPAP-Maske geraten. Helfen diese Therapieoptionen nicht, bezahlt die Krankenkasse im Normalfall Ihre Schnarchschiene. Zudem ist es möglich, dass private Krankenversicherungen einen Teil der Kosten übernehmen. Dies ist am besten bereits vor der Behandlung mit der jeweiligen Krankenversicherung abzuklären.

Wann sollte vom Tragen einer Schnarchschiene abgesehen werden?

Sollten andere Ursachen als eine erschlaffte Zungen- und Rachenmuskulatur für Schlafapnoe und Schnarchen verantwortlich sein, erzielt die Behandlung mit einer Schnarchschiene nicht die erforderliche Wirksamkeit. Dies kann beispielsweise bei einem Luftröhrenkollaps der Fall sein. Bei sehr starkem Überbiss und anderen starken Fehlstellungen des Kiefers ist der korrekte Einsatz der Schnarchschiene anatomisch oftmals nicht möglich. Zudem kann es bei schweren Erkrankungen des Zahnfleisches, bei Kiefergelenkserkrankungen und bei lockeren Zähnen kaum möglich sein, eine Schnarchschiene effektiv einzusetzen – die Zähne müssen aufgrund der Schiene einem hohen Druck standhalten, und dies erfordert stabile Zähne.

Epilepsie- und Asthmapatienten sowie Personen unter 18 Jahren sollten aus Sicherheitsgründen von Zahnschienen absehen und Alternativen in Erwägung ziehen.

In einigen Fällen können auch Zahnspangen, Brücken, Prothesen und Kronen einer Therapie mittels Schnarchschiene im Wege stehen. Sie interessieren sich für eine Schnarchschiene? Gerne beraten wir Sie individuelle ob eine Schnarchschiene für Sie eine sinnvolle Alternative darstellt.

Fazit zum Thema Schnarchschiene bei Schlafapnoe

Eine leichte bis schwere Schlafapnoe kann mit einer Unterkieferprotrusionsschiene (Schnarchschiene) gut therapiert werden – und zwar dann, wenn eine Erschlaffung der Muskeln im Bereich des Mund- und Rachenraumes ursächlich für das Aussetzen der Atmung sind. Eine Schnarchschiene kann Symptome wie etwa Müdigkeit aufgrund nächtlicher Atemaussetzer verhindern. Ob die Schnarchschiene im individuellen Fall als Therapie-Option die beste Wahl darstellt, sollte stets ärztlich abgeklärt werden. Um ein Verschließen der Atemkanäle durch das Erschlaffen der Zunge zu verhindern, eignet sich die Schnarchschiene sehr gut. Ihr Kieferorthopäde berät Sie über individuelle Möglichkeiten, die Ihnen wieder zu einem erholsameren Schlaf verhelfen können.

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Invisalign Kosten – das sollten Sie wissen

Invisalign Kosten – das sollten Sie wissen

Veröffentlicht von: Dr. Felix Bergschneider
Lesezeit: 3 Minuten
Werden im Erwachsenenalter Zahnkorrekturen nötig, stellt das Betroffene vor einige Herausforderungen. Eine sichtbare Zahnspange ist für die meisten Erwachsenen unvorstellbar. Invisalign-Aligner sind die transparente Alternative zur Korrektur von Zahnfehlstellungen.

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Was ist Invisalign und für wen lohnt sich die Behandlung?

Invisalign ist eine schonende und effektive Alternative zur festen Zahnspange. Die Behandlung erfolgt mit transparenten Zahnkorrekturschienen. Durch die filigrane Herstellung aus durchsichtigem Material sind die Aligner praktisch unsichtbar und somit im Alltag problemlos tragbar. Ein weiterer Vorteil ist, dass Sie die Schienen beispielsweise zum Essen oder beim Sport einfach herausnehmen können. Das erleichtert auch die Schienen- und Zahnreinigung erheblich. Die Behandlung ist für alle Altersgruppen geeignet und stellt bei leichten bis mittleren Zahnfehlstellungen eine beliebte Alternative zur festen Zahnspange dar.

Was kosten Aligner-Schienen?

Wieviel eine Zahnkorrektur mit Invisalign kostet kann man pauschal nicht sagen. Der Schweregrad der Zahnfehlstellung und somit der Umfang und die Dauer der Behandlung sind wesentliche Faktoren für die Kostenberechnung. Neben der Behandlungsdauer beeinflusst die Anzahl der benötigten Aligner den Gesamtpreis. Bei geringen Zahnfehlstellungen in einem Kiefer liegen die Kosten bei ca. 2.000 Euro. Umfangreiche, langwierige und sehr aufwändige Behandlungen können bis zu 9.000 Euro kosten. Aber keine Sorge! Bevor Sie sich für die unsichtbaren Korrekturschienen entscheiden, beraten wir Sie ausführlich. Dazu gehört auch die Erstellung eines Heil- und Kostenplans, damit Sie im Voraus wissen, mit welchen Kosten Sie rechnen müssen.

Bezuschusst die Krankenkasse die Behandlung mit Korrekturschienen?

Gesetzlich versicherte Patienten erhalten keinen Zuschuss von der Krankenkasse. Eine Kostenübernahme ist ausgeschlossen, da es sich um eine Alternativtherapie zur kieferorthopädischen Behandlung mit festsitzenden Zahnspangen handelt.

Wenn Sie privat krankenversichert sind, ist eine Kostenübernahme zumindest teilweise möglich. Sehr gute Chancen auf eine anteilige Übernahme der Invisalign-Kosten haben Patienten, die eine entsprechende Zahnzusatzversicherung abgeschlossen haben. Entscheidend sind Ihr Versicherungstarif und die zahnärztliche Diagnose.

Wenn Sie wissen möchten, ob Ihre Kranken- oder Zahnzusatzversicherung einen Teil der Kosten übernimmt, erstellen wir Ihnen gerne einen genauen Heil- und Kostenplan.

Darum lohnen sich die Kosten für Invisalign auch für Selbstzahler

Wer als Kind eine Zahnspange getragen hat, erinnert sich nur ungern an diese Zeit zurück. Vor allem die Ästhetik der „Spange“ wird kritisiert. Verschieben sich die Zähne im Erwachsenenalter, kommt eine klassische Zahnspange für die meisten Betroffenen nicht in Frage. Wer mitten im Leben und im Berufsleben steht, möchte diese Erfahrung aus der Kindheit nicht wiederholen. Die unsichtbaren Invisalign-Schienen beeinträchtigen das Selbstbewusstsein nicht. Auch im Gespräch mit Kunden und Geschäftspartnern bleibt die Zahnspange verborgen.

Ein weiterer Vorteil ist die Passgenauigkeit. Jede Invisalign-Schiene wird individuell für den Patienten angefertigt und passt daher perfekt. Klassische Zahnspangen verändern die Aussprache. Bei den Invisalign-Schienen gibt es dieses Problem nicht. Schon wenige Tage nach dem ersten Tragen sprechen Sie wie gewohnt und müssen nicht befürchten, im Kundengespräch zu zischeln oder zu lispeln.

Ihr Zahnschmelz wird durch die zahnschonenden Schienen nicht geschädigt. Die tägliche Zahn- und Mundpflege ist kein Problem, da die Aligner zum Zähneputzen herausgenommen werden. Das hat den Vorteil, dass Sie auch die Schienen gründlich reinigen können.

Der Behandlungsfortschritt wird regelmäßig kontrolliert. Dabei werden die Schienen so angepasst, dass Sie immer ein angenehmes Mundgefühl haben und keinen Druck verspüren. Die Sicherheit, dass die Schienen nicht sichtbar sind, gibt Ihnen ein gutes Gefühl.

Auch wenn Sie die Kosten für Invisalign selbst tragen, bietet die Behandlung einige Vorteile gegenüber einer herkömmlichen Zahnspange. Nicht umsonst werden unsichtbare Zahnkorrekturen bei Jugendlichen und Erwachsenen immer beliebter.

Eignen sich Aligner bei allen Zahnfehlstellungen?

Bei sehr starken Zahnfehlstellungen oder Kieferverformungen kann eine feste Zahnspange sinnvoller sein. Die meisten Fehlstellungen lassen sich jedoch problemlos mit Invisalign behandeln.

Schwierigkeiten beim Kauen, einseitige Zahnabnutzung sowie leichte bis mittlere Zahnverschiebungen (Zahnwanderungen) können mit Invisalign-Schienen optimal behandelt werden. Neben ästhetischen Gründen für eine Zahnkorrektur spielen auch funktionelle Aspekte eine wichtige Rolle.

Nach einer ausführlichen Untersuchung beraten wir Sie, ob Ihre Fehlstellung mit transparenten Schienen behandelt werden kann. In diesem Gespräch erfahren Sie auch, mit welchen Invisalign-Kosten Sie rechnen sollten.

Wie lange dauert die Behandlung mit Invisalign-Alignern?

Da die Kosten für Invisalign vom Umfang und der Dauer der Behandlung abhängen, ist die Frage nach der Behandlungsdauer natürlich berechtigt. Wie lange Sie die Aligner tragen, hängt vom Ausmaß der Zahnfehlstellung ab. Bei kleineren „Unebenheiten“ in der Zahnreihe kann die Behandlung bereits nach vier Monaten abgeschlossen sein. Größere Fehlstellungen können eine Behandlungsdauer von bis zu 18 Monaten erfordern. Wir empfehlen, die begradigten Zähne anschließend mit einem Retainer zu fixieren. So verhindern Sie, dass sich Ihre Zähne nach der erfolgreichen Behandlung wieder in ihre ursprüngliche Position zurückbewegen. Da eine allgemeingültige Angabe zur Behandlungsdauer und zu den Invisalign-Kosten nicht möglich ist, wird jede zahnärztliche Beratung bei uns individuell und auf der Ausgangssituation basierend vorgenommen.

Fazit zu den Invisalign Kosten

Gerade Zähne sorgen für einen kräftigen Biss und steigern Ihr Selbstbewusstsein. Wenn eine Zahnkorrektur medizinisch angeraten ist, haben Sie verschiedene Möglichkeiten. Invisalign schont den Zahnschmelz und ist zudem fast unsichtbar. Im späteren Jugend- und Erwachsenenalter sind feste Zahnspangen nicht immer die erste Wahl. Aligner-Schienen sind ebenso wirksam, schränken aber Ihr Selbstbewusstsein im Alltag nicht ein. Die Kosten für Invisalign sind gut angelegtes Geld, denn Sie investieren in Ihre Gesundheit und Ihr Wohlbefinden.

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Die erfolgreiche Behandlung mit Invisalign: Vorher – Nachher im Vergleich

Die erfolgreiche Behandlung mit Invisalign: Vorher – Nachher im Vergleich

Veröffentlicht von: Dr. Felix Bergschneider
Lesezeit: 4 Minuten

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Bei der kieferorthopädischen Behandlung mit Invisalign handelt es sich um eine innovative und effektive Methode der Zahnregulierung. Hierbei werden transparente Zahnschienen aus gut verträglichem Kunststoff an den Zähnen angebracht, um vor allem leichte bis mittelschwere Zahnfehlstellungen zu beheben. Die Behandlung mit Invisalign besitzt viele Vorteile: So sind erste Erfolge in vielen Fällen bereits nach wenigen Wochen sichtbar, und die Zahnspange lässt sich bei Bedarf jederzeit vom Anwender selbst herausnehmen und wieder einsetzen. Dies bietet eine enorme Flexibilität im Alltag.

Für viele Betroffene diverser Zahnfehlstellungen stellt sich allerdings bereits vorab die Frage, wie eine Behandlung mit Invisalign im Vorher-Nachher-Vergleich aussieht. Wir verschaffen Ihnen einen Überblick.

Veränderungen der Gesichtsform durch die Behandlung mit Invisalign

Mitunter kommt vor der Behandlung die Sorge auf, ob Zahnspangen – so auch Invisalign – die Gesichtsform dauerhaft verändern können. Tatsächlich ist es möglich, dass sich durch das Tragen einer Zahnkorrektur die Gesichtsform bzw. Feinheiten der Gesichtskontur verändern – dies wird dabei häufig als ästhetische, vorteilhafte Veränderung empfunden. Ein seriöser Kieferorthopäde wird bereits während der Planung der Zahnkorrektur auf ein ästhetisches und für den Patienten zufriedenstellendes Ergebnis achten. In seltenen Fällen nämlich kann eine Zahnkorrektur das Aussehen des Gesichtes auch negativ verändern – beispielsweise bei stark ausgeprägtem Unter- oder Überbiss.

Veränderungen des Kiefers durch die Behandlung mit Invisalign Vorher – Nachher

Im Rahmen der kieferorthopädischen Therapie kann sich vor allem bei stärkeren Zahnfehlstellungen auch die Form des Kiefers verändern. Die Zähne verschieben sich dabei in eine natürlichere Position, wodurch sich auch das Kiefer je nach Ausgangslage etwas verschieben kann. Dies kann einen verschönernden Effekt vor allem auf die untere Hälfte des Gesichts bewirken.

Zahnfehlstellungen und Invisalign Vorher – Nachher

Die kieferorthopädische Behandlung mit den transparenten Zahnschienen kann bei etlichen Zahn- und Kieferfehlstellungen vorgenommen werden. Lediglich bei sehr schweren Fehlstellungen des Gebisses ist eine Behandlung mit einer regulären Zahnspange vorzuziehen. Bei den folgenden Zahnfehlstellungen hat sich eine Zahnkorrektur mit Invisalign bewährt:

Invisalign Vorher – Nachher bei großen Zahnlücken

Große Lücken zwischen den Zähnen können unterschiedlichster Ursache sein. So können zum Beispiel Zähne aufgrund von Unfällen oder Erkrankungen fehlen, oder aber die Zähne sind zu klein, um sich lückenlos aneinander zu reihen. Invisalign kann die Zähne sanft in bessere Positionen verschieben, sodass zu große Zahnabstände behoben werden können.

Invisalign Vorher – Nachher bei Überbiss

Ein Überbiss ist dadurch gekennzeichnet, dass sich die oberen Zähne deutlich vor den unteren Zähnen befinden. Eine Behandlung mit den transparenten Zahnschienen verringert den Abstand zwischen den oberen und den unteren Zähnen, sodass der Überbiss minimiert bzw. aufgehoben wird.

Invisalign Vorher – Nachher bei einem Engstand der Frontzähne

Reihen sich die Frontzähne zu eng aneinander, so spricht man vom sogenannten Engstand der Frontzähne. Eine Zahnkorrektur kann Zahn-Operationen wie das Ziehen von Zähnen ersetzen. Invisalign gilt dabei als besonders sanfte Methode. Die Zahnschienen schieben dabei zu große Zähne in das Zahnbett zurück. Dadurch entsteht mehr Platz für die Zähne.

Invisalign Vorher – Nachher bei einem Unterbiss

Bei einem Unterbiss sind die unteren Zähne vor den oberen Zähnen platziert. Dies beeinflusst oftmals das korrekte Wachstum der oberen Zähne und führt folglich zu deren Schädigung. Eine Korrektur mit Invisalign übt einen physikalischen Druck auf die Zähne aus und korrigiert den Unterbiss nachhaltig.

Invisalign Vorher – Nachher bei einem Kreuzbiss

Von einem Kreuzbiss spricht man, wenn die Zähne seitlich nicht adäquat aufeinander liegen, da sich die oberen Seitenzähne zu weit innen bzw. die unteren Seitenzähne zu weit außen befinden. Invisalign bietet die Möglichkeit, durch behutsame Druck- und Zugausübung die Zähne in die für sie vorgesehene Richtung zu bewegen und den Kreuzbiss zu korrigieren. Allerdings ist eine Zahnkorrektur des Kreuzbisses bei Erwachsenen nicht immer möglich. Es ist daher empfehlenswert, sich fachlichen Rat einzuholen und die beste Lösung für Ihre Zahnfehlstellung zu finden.

Invisalign Vorher – Nachher bei einem offenen Biss

Ein offener Biss liegt dann vor, wenn beim Zusammenbeißen die Zähne nicht aufeinander liegen. Begründet ist solch eine Form des Bisses oft in der Kindheit: Durch starkes Daumenlutschen des Kindes kommt es zu einer dauerhaften Positionierung der Zunge zwischen den Zahnreihen. Mithilfe von Invisalign kann eine in der Kindheit erworbene Zahnfehlstellung auch noch im Erwachsenenalter behandelt werden.

Kann eine Behandlung mit Invisalign auch schief gehen?

Die Behandlung mit Invisalign gilt als besonders sanfte und auch genaue Form der Zahnkorrektur. Die meisten Anwender sind sehr zufrieden mit dieser Form der Behandlung – sowohl aus praktikabler Sicht als auch im Sinne ästhetischer Ergebnisse. Das große Plus an der Therapie mit transparenten Zahnschienen ist, dass Invisalign Vorher – Nachher mithilfe virtueller 3D-Planung visualisiert werden kann. Somit ist es dem Kieferorthopäden problemlos möglich, dem Patienten die Funktion samt des erwünschten Ergebnisses bereits vor der Behandlung mit Invisalign zu zeigen.

In seltenen Fällen kann es auch zu negativen Auswirkungen von Invisalign kommen. Dieses Risiko ist zum Beispiel dann gegeben, wenn Zahnfehlstellungen zu stark ausgeprägt sind, als dass sie mit Zahnschienen behandelt werden könnten. In solch einem Fall sollte der Kieferorthopäde bereits im Vorfeld einer Behandlung darauf hinweisen und andere gemeinsame Lösungen mit dem Patienten finden.
Um ein positives Ergebnis nach der Behandlung mit Invisalign zu garantieren, ist es essentiell, dass der Patient vor und während des gesamten Verlaufs der kieferorthopädischen Behandlung vom Kieferorthopäden begleitet und beraten wird. Außerdem sollte der Kieferorthopäde Erfahrung mit dem Einsatz von Invisalign besitzen. Besonders erfahrene Kieferorthopäden erhalten die Bezeichnung Diamond+ Provider, welche als Nachweis besonderer Fähigkeiten hinsichtlich der Invisalign-Methode gilt.
Ein kompetenter Kieferorthopäde wird Ihnen bestmöglich bereits vor der Behandlung Invisalign Vorher – Nachher Eindrücke aufzeigen und Ihnen eine konkrete Planung für Ihre individuelle, bestmögliche Zahnkorrektur erstellen.

Zudem ist es von essentieller Bedeutung, als Anwender kooperativ am Prozess der Zahnkorrektur mitzuarbeiten. Dies bedeutet, dass auch herausnehmbare Zahnschienen möglichst konsequent getragen werden sollten – und zwar mindestens 22 Stunden pro Tag. Zudem sollte auch während des Behandlungszeitraums ein großes Augenmerk auf ausreichende Zahnhygiene gelegt werden. Wenngleich die transparenten Zahnschienen aus robustem und relativ strapazierfähigem Material bestehen, so sollten Sie als Anwender dennoch auch auf eine hygienische und behutsame Handhabung der Invisalign Zahnschienen achten.
Wenn Sie diese Punkte beherzigen, werden Sie nach der Zahnkorrektur mit Invisalign Zahnschienen wieder frei und fröhlich lächeln können.

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Invisalign Schmerzen

Schmerzen während der Behandlung mit Invisalign – Ursachen und Lösungen

Veröffentlicht von: Dr. Felix Bergschneider
Lesezeit: 5 Minuten

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Die Vorteile einer Behandlung mit Invisalign

Bei Invisalign Zahnschienen handelt es sich um transparente Schienen aus verträglichem Kunststoff, die über die zu korrigierenden Zähne des Anwenders gestülpt werden. Aufgrund ihres transparenten Materials sind sie quasi unsichtbar und punkten daher vor allem bei Anwendern, die Wert auf ästhetisch ansprechende Zahnkorrektur legen. Ein weiterer Vorteil von Invisalign ist, dass die Zahnschienen jederzeit selbst herausgenommen werden können, ohne dass dafür ein Termin beim Zahnarzt – wie bei festen Zahnspangen üblich – notwendig wäre. Die Behandlung mit Invisalign bietet daher eine erhöhte Flexibilität im Alltag.

Invisalign und Schmerzen – Behandlungsoptionen

Auch wenn die Behandlung mit Invisalign als sanfte Zahnkorrektur gilt, kann es im Laufe der Behandlung mit Invisalign zu Schmerzen unterschiedlicher Ursache kommen. Im Folgenden erhalten Sie einen Überblick über mögliche Ursachen.

Wichtig: Bei anhaltenden oder starken Schmerzen ist es empfehlenswert, Ihren Kieferorthopäden zu kontaktieren!

Schmerzen durch Invisalign zu Beginn der Therapie mit Zahnschienen

Im Vergleich zu Zahnspangen aus Draht erweist sich die Therapie mit Invisalign Korrekturschienen als schmerzfreier und sanfter. Dennoch wird auch während der Behandlung mit Invisalign Druck auf die Zähne ausgeübt, da nur so eine Korrektur der Zähne möglich ist. Dieser mechanische Druck ist sowohl in den Zähnen als auch mitunter im Kiefer spürbar. Diese Schmerzen sind "normal" und kein Grund zur Besorgnis. Die Schmerzen hören auf, wenn die Zähne ihre angestrebte Position eingenommen haben. Einige Patienten spüren allerdings gar keine Schmerzen, sondern lediglich einen leichten Druck an den Zähnen bzw. im Kiefer.

Schmerzen während der Therapie mit Invisalign wegen Zahnlockerungen

Im Rahmen der Zahnverschiebung kommt es auch zu einer leichten Lockerung der Zähne – dies ist Absicht, da sich nur so die Zähne in Bewegung setzen und ihre korrekte Position einnehmen können. Meist wird auch dieser Schmerz von den Anwendern als Druck beschrieben. Dieser Schmerz vergeht ebenfalls, sobald die Zähne in ihre gewünschte Stellung gerückt sind.

Entzündungen und daraus resultierende Schmerzen während der Invisalign Therapie

Auch wenn die Behandlung mit Invisalign Schienen als sanft gilt, kann es in seltenen Fällen zu kleinen Wunden im Mund kommen. In Einzelfällen können die Zahnschienen das Zahnfleisch reizen und schmerzende Druckstellen bilden. Anwender, die anfällig für Zahnfleischentzündungen sind, sind dabei häufiger betroffen als andere Anwender. Ein Besuch bei Ihrem Zahnarzt bzw. Kieferorthopäden ist in diesem Fall besonders angebracht – bei einem Kontrolltermin erfolgt eine Anpassung der Zahnschienen, welche die Wundheilung fördert. So können Sie die Behandlung bald schmerzfrei fortsetzen.

Schmerzen durch Invisalign während des Kauens

Durch die – erwünschte – leichte Lockerung der Zähne kann es auch während des Kauens zu einem leichten Druckschmerz kommen. Auch dies ist kein Grund zur Sorge, sondern es handelt sich dabei um einen vorübergehenden Schmerz im Rahmen der Behandlung. Dem Schmerz während des Kauens können Sie entgehen, indem Sie vorerst harte Lebensmittel von Ihrem Speiseplan streichen und diese dementsprechend zubereitet verzehren: So können Sie beispielsweise hochwertige Erdnussbutter anstelle von Erdnüssen konsumieren oder Äpfel zu einem Apfelkompott zubereiten. Außerdem eignen sich grundsätzlich weiche Lebensmittel und Mahlzeiten, wie etwa Nudeln, Kartoffeln, Eier, Bananen oder Milchprodukte.

Invisalign Schmerzen durch die Verwendung von Gummis während der Therapie

Bei einer Behandlung mit Zahnspangen ist es üblich, auch Gummis zur exakten Zahnkorrektur zu verwenden. Im Rahmen einer Zahnkorrektur mit einer regulären Zahnspange erfolgt der Einsatz des Gummis unter Anbringung an die Zahnspange. Durch die daraus resultierende Spannung erzielt der Gummi seine Zahn regulierende Wirkung. Mithilfe des Gummis lässt sich die Stärke der Spannung präzise nachjustieren, sodass der jeweils passende Druck auf die zu behandelnden Zähne ausgeübt werden kann.

Bei der Therapie mit Invisalign Zahnspangen kommen derartige Gummis ebenfalls zum Einsatz. Sie erfüllen hierbei die gleiche Funktion wie bei regulären Zahnspangen. Während der Behandlung werden sie an den kürzeren Seiten der Schiene bzw. an Stellen, an der die Schiene nicht vorhanden ist, angebracht, um perfekte zahnregulierende Ergebnisse zu erzielen. So können Zähne beispielsweise um 180 Grad gedreht werden oder auch auf mechanische Kräfte des Kiefers eingewirkt werden. Dabei sollte ein besonders großer Wert auf die größtmögliche Effektivität des Einsatzes dieser Gummis gelegt werden. Hierzu zählt eine auf Ihr Gebiss zugeschnittene genaue Planung der Zahnregulierung mit Invisalign.

Die Therapie mit Invisalign gilt auch hinsichtlich des Einsatzes von zahnregulierendem Gummi als flexibel: Ist ein permanentes Tragen der Zahnschienen nicht möglich, so kann auch der Gummi vom Anwender selbst entfernt werden. Allerdings ist es empfehlenswert, für die Erzielung perfekter Zahnkorrekturen, die Zahnschiene sowie den Gummi permanent – oder wenigstens 22 Stunden pro Tag – zu tragen.

Am Anfang der Therapie kann durch den Einsatz des Gummis das Invisalign Schmerzen verursachen. In der Regel erfolgt jedoch ein Gewöhnungseffekt und der Schmerz ist nicht die ganze Behandlung über vorhanden. Die Gummis selbst müssen regelmäßig getauscht werden, um eine permanente Spannung zu gewährleisten.

Wie kann ich bei der Behandlung mit Invisalign die Schmerzen lindern?

Manche Patienten empfinden während der Behandlung mit Invisalign keine Schmerzen, andere nur sehr wenige. Manche Patienten besitzen ein erhöhtes Schmerzempfinden und möchten daher etwas gegen ihre vorhandenen Schmerzen tun. Diese Tipps gegen Schmerzen, haben sich bewährt:

Einsatz von Kälte
Kalte Temperaturen wirken schmerzlindernd – vor allem bei Wunden der Schleimhäute. Möglich ist beispielsweise das Spülen mit kaltem Wasser oder das Lutschen von Eiswürfeln.

Entlastung schmerzempfindlicher Zähne
Während schmerzender Behandlungsphasen können Sie harte Nahrung von Ihrem Speiseplan streichen. Zusätzlich ist es empfehlenswert, Ihren Mund regelmäßig mit Kamillentee oder Salbeitee zu spülen. Beide Kräuter können die Heilung des irritierten Zahnfleisches unterstützen.

Lachen ist gesund – auch bei Zahnschmerzen
Lachen verursacht positive Reaktionen im Körper und kann auch Zahnschmerzen etwas lindern.

Kontaktieren Sie Ihren Kieferorthopäden bei Invisalign Schmerzen!

Bei starken Invisalign Schmerzen sollten Sie Ihren Kieferorthopäden kontaktieren. Dies gilt vor allem dann, wenn in der Therapie schwere Zahnfehlstellungen korrigiert werden oder wenn die Schmerzen für Sie im Alltag belastend sind. Manche Ursachen von Schmerzen durch Zahnschienen können nur professionell behoben werden – beispielsweise, um Zähne mit Frühkontakten korrekt weiter zu therapieren.

Invisalign Schmerzen – fachmännische Lösungen und qualifizierte Beratung

Im Rahmen einer Behandlung mit Invisalign sind Schmerzen in den meisten Fällen nur vorübergehend und schwach bis mäßig ausgeprägt. Im Falle einer andauernden oder stärkeren Belastung sowie bei Fragen aller Art, ist es sinnvoll und wichtig, sich fachliche Beratung einzuholen und gegebenenfalls eine Behandlungskorrektur vornehmen zu lassen. Nur wenige Kieferorthopäden besitzen dabei eine [URL="https://www.kfo-bergschneider.de/"]besonders ausgezeichnete Expertise – nämlich den "Invisalign Diamond+ Provider-Status"[/URL]. Diese Auszeichnung steht für besonders erfolgreiche Behandlungen mit Invisalign.

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Retainer nach Zahnspange – für eine optimale Zahnkorrektur

Retainer nach Zahnspange – für eine optimale Zahnkorrektur

Veröffentlicht von: Dr. Felix Bergschneider
Lesezeit: 6 Minuten

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Die Korrektur von Zahnfehlstellungen mithilfe fester Zahnspangen oder auch herausnehmbarer Zahnschienen kann oft schon innerhalb weniger Monate ein sichtbar ästhetisches Ergebnis erzielen. Nicht immer wird dabei jedoch bedacht, dass die Zähne nach erfolgreicher Behandlung nicht aufhören, sich zu verschieben: Zähne verändern ein Leben lang hin und wieder ihre Position. Insbesondere nach einer Zahnkorrektur kann es zu einem sogenannten „Rezidiv“ kommen. Dies bedeutet, dass sich die Zähne in ihre – inkorrekte – Ursprungsstellung zurückbewegen. Im Rahmen der Kieferorthopädie ist es möglich, die Zähne so weit zu stabilisieren, dass ein Rezidiv verhindert werden kann. Diese Stabilisierung wird auch „Retention“ genannt.
Hilfreich zur Stabilisierung sind sogenannte „Retainer“ (zu deutsch: „Halter“). Diese halten die Zähne in ihrer Idealposition. In der Kieferorthopädie sind Retainer nach einer Zahnspange nicht mehr wegzudenken. Zur Auswahl stehen verschiedene Retainer nach der Zahnspange.

Herausnehmbare oder feste Retainer?

Im Rahmen der Stabilisierungsphase stehen mehrere Varianten an Retainern zur Auswahl. Es kann sich dabei um einen Draht nach der Zahnspange handeln, oder aber auch um Platten aus Kunststoff nach erfolgter Zahnkorrektur. Die richtige Wahl richtet sich nach dem Zustand des Kiefers und den persönlichen Bedürfnissen des Patienten. Am besten, Sie lassen sich Ihrem Kieferorthopäden in Frankfurt beraten, welche der folgenden Lösungen für Ihre Bedürfnisse besonders geeignet ist:

Herausnehmbare Retainer nach der Zahnspange

Bei herausnehmbaren Retainern handelt es sich häufig um Retentionsplatten aus Acrylkunststoff. Diese werden individuell dem Gebiss angepasst und können vom Anwender einfach über die Zähne gestülpt und wieder entfernt werden. Herausnehmbare Retainer müssen nicht dauerhaft getragen werden – oft werden sie nachts oder zu anderen bestimmten Tageszeiten getragen.
Der größte Vorteil solcher Retainer nach einer Zahnspange liegt vor allem in der flexiblen Handhabung: sie können beispielsweise während des Essens oder während des Sports entfernt werden. Auch ist ein individuelles Design der Kunststoff-Retainer möglich. Aufgrund ihres stabilen Materials sind sie zudem bis zu 20 Jahre haltbar. Die Kosten für diese Retainer nach einer Zahnspange werden teilweise von der Krankenkasse übernommen.

Allerdings bieten diese Retainer auch Nachteile: Sie sind gut sichtbar, eignen sich also nicht für Anwender, die ein möglichst unauffälliges Erscheinungsbild ihres Gebisses bevorzugen. Da sie herausnehmbar sind, kann man sie auch leicht verlieren (zum Beispiel beim Sport, auf Urlaub oder auf Dienstreisen). Aufgrund ihrer Bau-Art können herausnehmbare Retainer zudem das Sprechen stark beeinträchtigen sowie generell ein Fremdkörpergefühl im Mund verursachen. Anfänglich kann es auch zu Schmerzen – vor allem zu Druckschmerzen – kommen. Diese Nachteile können zur Folge haben, dass der Anwender die Retainer nach der Zahnspange nicht regelmäßig trägt, wodurch sich die Zähne letztendlich in ihre unerwünschte Position zurück verschieben können. Die Gefahr eines Rezidivs liegt laut einer kieferorthopädischen Studie bei etwa 85 Prozent.

Feste Retainer nach der Zahnspange

Eine Alternative in der Nachbehandlung bietet der festsitzende bzw. feste Retainer. Es handelt sich dabei um einen Draht. Aufgrund seiner Befestigungsmethode wird der Draht auch „Klebe-Retainer“ genannt. Dieser dünne Draht nach der Zahnspange kann geflochten oder gezogen sein und besteht aus verträglichem Metall (Edelstahl oder Goldlegierung). Er wird mithilfe einer speziellen Klebetechnik an den Rückseiten der Frontzähne des Oberkiefers und/oder des Unterkiefers angebracht. Die Befestigung des Drahtes nach der Zahnspange erfolgt oft von Eckzahn zu Eckzahn zu Eckzahn.
Feste Retainer nach der Zahnspange werden oft lebenslang getragen. Studien zufolge kann so eine sehr gute Fixierung der Zähne gewährleistet werden: Etwa 98 Prozent aller Patienten, die diese Retentionsmethode wählen, blieben von einer wiederkehrenden Zahnfehlstellung im behandelten Zahnbereich innerhalb der nächsten 20 Jahre verschont.
Jene Retainer bieten besondere Vorteile, die vor allem für Menschen geeignet sind, die es unkompliziert mögen: Da die Retainer nach der Zahnspange dauerhaft an den Rückwänden der Zähne fixiert werden, können sie nie verloren gehen. So muss sich der Anwender auch nicht täglich selbst dazu „zwingen“, die Retainer zu tragen; es ist also keine aktive Mitarbeit seitens des Anwenders erforderlich.
Ein besonders großer Vorteil liegt zudem in der Unsichtbarkeit des Drahtes, der in seiner Position für andere Menschen während des Sprechens nicht sichtbar ist.

Sind Retainer nach der Zahnspange immer notwendig?

Das Ziel einer kieferorthopädischen Zahnkorrektur ist die Verschiebung der Zähne in ihre Zielposition. Im Rahmen des „Wanderns“ der Zähne wird an der angestrebten Verweilstelle des Zahns Knochen abgebaut, während an der Ursprungsstelle Knochen aufgebaut wird. Dadurch werden bestimmte Bereiche des Knochens gelockert und Bindegewebe gedehnt. Diese Prozesse bewirken, dass die Zähne sich während der kieferorthopädischen Behandlung im Kieferknochen lockern. Ohne Stabilisierung kann es daher passieren, dass die – noch immer gelockerten – Zähne wieder in ihre Ausgangsposition zurückwandern. Eine Stabilisierung ist für eine dauerhafte Zahnkorrektur daher äußerst wichtig.
Besonders Zahn- und Kieferfehlstellungen, die genetisch bedingt sind, weisen ein hohes Gefährdungspotenzial eines Rezidivs auf. Auch erworbene Zahnfehlstellungen, wie zum Beispiel ein frontaler Engstand der Zähne, Drehungen der Frontzähne oder etwaige Zahnlücken begünstigen ein Wiederauftreten jener Zahnfehlstellungen.

Der Draht nach der Zahnspange – wie lange sollte er getragen werden?

Die Behandlungszeit mit einem Retainer nach der Zahnspange ist individuell, es existieren allerdings grundsätzliche Empfehlungen: Die Behandlung sollte mindestens zwei Jahre lang erfolgen, da die ersten zwei Jahre als besonders kritische Phase gelten. In dieser Zeit müssen sich Zähne und Kieferknochen erst wieder festigen, sodass die gelockerten Zähne stabiler an ihrer neuen Position verharren können. In dieser Phase haben sich die Zähne noch nicht ausreichend in ihrer Zielposition stabilisiert. Allerdings kann auch nach diesen kritischen ersten zwei Jahren eine neuerliche Verschiebung der Zähne erfolgen – die Rückfallquote liegt innerhalb der ersten Jahre ohne Nachbehandlung mit einem Retainer bei etwa 90 Prozent. Es ist daher ratsam, Retainer möglichst regelmäßig und lange zu tragen – am besten als lebenslange Dauerretention. Der geflochtene oder gezogene Draht nach der Zahnspange besteht aus verträglichem Material, ist äußerst robust und eignet sich besonders gut zum dauerhaften Stabilisieren der Zähne. Die Wahl einer dauerhaften Behandlung nach der Zahnspange ist für die Stabilität des Gebisses die sicherste Wahl, da es in allen Lebensphasen zu einer Zahnrückstellung in die ursprüngliche Position kommen kann. Die unsichtbaren, fest sitzenden Drähte sind hierzu bestens geeignet.
Ihr Kieferorthopäde bespricht mit Ihnen die ideale Tragedauer, um ein dauerhaft ästhetisches Ergebnis Ihrer vorangegangenen Zahnkorrektur zu gewährleisten.

Wie erfolgt die Behandlung mit einem festsitzenden Retainer?

Zunächst wird der Draht nach der Zahnspange an das Gebiss des Patienten angepasst. Dies kann im Labor durch Zahntechniker erfolgen, was einen vorherigen Zahnabdruck durch den Kieferorthopäden erfordert. Der Abdruck der Zähne erfolgt mithilfe einer Abformmasse. Die Prozedur kann für manche Patienten etwas unangenehm sein, sie ist jedoch völlig schmerzfrei.
Alternativ ist es möglich, den Retainer direkt im Mund des Patienten an die Zähne anzupassen und sofort an die Zahnrückwände zu kleben.
Der geflochtene oder gezogene Draht hinter den Zähnen nach der Zahnspange wird individuell an die jeweilige Zahnstellung angepasst. Daraufhin werden die Zähne mit einer Säure vorbereitet, um den Schmelz für einen speziellen Zahnkleber aufnahmefähig zu bekommen. Schließlich wird der Draht mithilfe des Klebers an die Rückseiten der Frontzähne geklebt. Meist wird der Retainer am Unterkiefer befestigt, manchmal werden Retainer auch oben zur Nachbehandlung angebracht. Die Anzahl der mit dem Retainer auszustattenden Zähne hängt von der Zahnfehlstellung und anderen individuellen Merkmalen des Gebisses ab.

Anschließend erfolgen auch nach der kieferorthopädischen Behandlung im Idealfall mindestens einmal jährlich kieferorthopädische Termine zur Kontrolle der Retainer nach der Zahnspange – häufigere Kontrolltermine sind durchaus empfehlenswert. Hierbei überprüft der Kieferorthopäde den Draht sowie die Klebestellen des Retainers. Außerdem kann so begutachtet werden, ob die Zähne stabil in ihrer Position verharren.
Idealerweise muss ein Retainer aus Draht nur einmalig gesetzt werden und hält dann ein Leben lang. Hin und wieder kann es allerdings vorkommen, dass die Zähne während des Beißens auf den Draht stoßen. Dies kann den Draht lockern und die Klebung zerstören. Auch das Essen fester Nahrung wie Nüsse, Nussschalen oder Knäckebrot kann zu einer Loslösung des Drahts führen.
Bei etwaigen Problemen kann eine Anpassung des Retainers – beispielsweise ein erneutes Verkleben – erfolgen.

Wie funktioniert die Zahnpflege bei einem festen Retainer?

Mit einer geeigneten Zahnseide und Interdentalbürsten ist es möglich, die Zwischenräume des Retainers vorsichtig zu reinigen. Je nach Größe des Retainers sind hierbei unterschiedliche Größen der Dentalbürsten geeignet. Um den Draht herum kann man nicht sonderlich gut die Zähne putzen. Es besteht die Gefahr, sich mit der Zahnbürste darin zu verheddern; manche Stellen an den Zähnen sind beim Zähneputzen kaum erreichbar. Folglich können sich verschiedenste Keime um den Draht sammeln und Zahnstein fördern. Abhilfe schafft hier eine regelmäßig durchgeführte professionelle Zahnhygiene beim Zahnarzt. Diese ist in der Regel schmerzfrei. Mithilfe spezieller Reinigungstechniken werden die Zähne von Bakterien und Verfärbungen befreit.

Wie viel kosten Retainer nach einer Zahnspange?

Wie viel Retainer nach einer Zahnspange kosten, hängt von der Retentionsmethode, d.h. von der Art des Retainers, ab. Auch der individuelle Materialaufwand samt Kosten unterscheidet sich von Patient zu Patient. Durchschnittlich ist bei einer Retentionsplatte mit Kosten von etwa 150 Euro zu rechnen, wobei die Krankenkasse die Kosten in einigen Fällen übernimmt. In manchen Fällen müssen Retentionsplatten im Laufe der Jahre einer Reparatur unterzogen werden. Diese bezahlt die gesetzliche Krankenkasse in der Regel nicht.
Ein fester Retainer aus Draht nach der Zahnspange ist in den meisten Fällen grundsätzlich privat zu bezahlen. In ganz seltenen Ausnahmefällen – etwa bei sehr schweren Zahnfehlstellungen – übernehmen die gesetzlichen Krankenkassen die Kosten auch für Retainer aus Draht nach einer Zahnspange. Diese Fälle müssen individuell geprüft werden, daher ist es wichtig, sich als Patient bereits im Vorfeld bei der jeweiligen Krankenkasse zu informieren und beraten zu lassen.
Feste Retainer kosten in etwa 300 Euro pro Kiefer. Manche kieferorthopädische Praxen bieten eine Gewährleistung für etwaige Reparaturen des Retainers an; in anderen Praxen muss der Patient selbst für anfällige Reparaturkosten aufkommen.
Hervorzuheben ist, dass ein vorzeitiger Abbruch der Retentionsphase alle finanziellen Ansprüche gegenüber der gesetzlichen Krankenkasse zunichte macht – die Behandlung gilt damit als beendet. Daher ist es ratsam, die Behandlungsphase nach kieferorthopädischer Empfehlung einzuhalten.

Übernehmen private Krankenversicherungen die Kosten für Retainer?

Ob private Krankenversicherungen bzw. Zahnzusatzversicherungen die Kosten für Retainer nach einer Zahnspange übernehmen, hängt von der Wahl des Tarifs ab. Je nach Tarif kann möglicherweise die gesamte Retainer-Behandlung, ein Teil der Behandlung oder nichts davon finanziert werden. In den meisten Tarifen ist jedenfalls zumindest eine Teilübernahme der Kosten enthalten. Auch hier ist es sehr ratsam, sich bereits vor Beginn der Behandlung mit Retainern über die jeweiligen Kostenabdeckungen zu informieren.

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Meine Zähne verschieben sich – Warum?

Meine Zähne verschieben sich – Warum?

Veröffentlicht von: Dr. Felix Bergschneider
Lesezeit: 7 Minuten

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Wenn sich die Zähne verschieben – häufig auch als „Zahnwanderung“ bezeichnet – gibt es viele Ursachen und ein dementsprechend breites Behandlungsspektrum. Im folgenden Beitrag erhalten Sie eine Übersicht über diverse Faktoren, die zu Zahnverschiebungen führen können, sowie Informationen über mögliche zahnheilkundliche Lösungsansätze.

Können sich Zähne verschieben?

Viele Menschen sind verwundert, weil sich im Laufe ihres Lebens die Zähne verschieben bzw. bewegen. Dies mag höchst beunruhigend erscheinen, doch ist zunächst nicht unbedingt ein Grund zur Sorge: Die Zähne gelten anatomisch durchaus als „flexibel“ – das bedeutet, sie passen sich hin und wieder neuen Situationen und Gegebenheiten an. So können sich die Zähne von Kindheit an und auch noch bis ins höhere Erwachsenenalter verschieben. Häufig kann es dadurch jedoch zu Zahnfehlstellungen kommen. In diesem Fall sollte man keine Zeit vergehen lassen und rechtzeitig einen Zahnarzt bzw. Kieferorthopäden aufsuchen, um eine professionelle Zahnkorrektur vornehmen zu lassen. Dadurch ist es möglich, Folgeschäden zu vermeiden und ein ästhetisches Aussehen des Gebisses wiederherzustellen.

Welche Symptome treten auf, wenn sich Zähne verschoben haben?

Neben der äußerlich sichtbaren Veränderung der Zahnstellung, kann eine Verschiebung der Zähne zu einigen weiteren unangenehmen Symptomen führen:

Wenn sich die Zähne verschieben, kann es im Bereich des Kopfes zunächst zu starken Druckgefühlen kommen. Auch leichte oder mäßige Kopfschmerzen bis hin zu starken Kopfschmerzattacken sind aufgrund der wandernden Aktivität der Zähne möglich. Infolge der sogenannten Zahnwanderung kann es unter anderem zu einem Engstand der Zähne kommen. Dadurch wird dem Betroffenen die tägliche Zahnpflegeroutine merklich erschwert, wodurch wiederum Parodontose sowie Karies entstehen kann. Um Folgeerkrankungen vorzubeugen, ist es daher ratsam, sich bei Verdacht auf eine Zahnverschiebung möglichst bald an einen Zahnarzt zu wenden.

Warum verschieben sich die Zähne?

Für eine Verschiebung der Zähne kommen einige Ursachen in Frage. Zur effektiven Ursachenfindung ist eine genaue Anamnese-Erhebung samt gründlicher Untersuchung in der Zahnarztpraxis notwendig. Im Folgenden sind einige mögliche Faktoren für Zahnverschiebungen angeführt:

Ursache 1: Parodontitis

Ist ein Zahn gesund, so ist er fest im Zahnhalteapparat und im Kiefer verankert. Beim Zahnhalteapparat handelt es sich um Zahnfleisch, Wurzelknochen, Wurzelzement, Wurzelhaut und Zahnfleisch. Der Begriff „Parodontitis“ beschreibt eine Erkrankung des Zahnhalteapparats: Das stützende Gewebe bildet sich zurück und wird zerstört. Eine feste Verankerung der Zähne im Zahnhalteapparat ist somit nicht mehr gegeben.
Diese Problematik kann sich zum Beispiel in eine sichtbare Auffächerung der oberen Frontzähne äußern, wobei die Zähne durch Manipulation mit der Zunge sowie in akuten Entzündungsphasen nach vorne kippen. Es können sich dadurch Zahnlücken bilden. Weiters kann eine Vergrößerung des Gewebes – die sogenannte Hyperplasie – das Verschieben der Zähne begünstigen.
Parodontitis zählt zu den häufigsten Ursachen für die Verschiebung der Zähne. Eine umfassende Mundhygiene samt regelmäßiger professioneller Zahnreinigung in der zahnärztlichen Praxis kann Parodontitis verhindern bzw. stoppen.

Ursache 2: Physiologische Zahnverschiebung

Durch einen Zusammenbiss der Zähne kommt es zum sogenannten „Abrasio dentium“. Dies bezeichnet einen physiologischen Abrieb der Zahnkronen. Infolge treten an bestimmten Bereichen der Zahnkrone im Laufe des Lebens Abnutzungserscheinungen auf: Sie flachen ab, und die Länge des Gebisses verkürzt sich dadurch um ca. zwei bis fünf Millimeter. Es entsteht ein sogenannter physiologischer Mesialdrift: Das bedeutet, die Zähne verschieben sich zur Kiefermitte hin.

Ursache 3: Verlust eines Zahns oder mehrerer Zähne

Die Zähne verschieben sich mitunter auch nach einem Zahnverlust. Dieser kann durch Unfälle und Verletzungen, aber auch durch unumgängliche Zahnextraktionen – das heißt, durch Zahnentfernungen – entstehen. Im Falle eines Zahnverlusts ist es äußerst sinnvoll, den Verlust mithilfe eines Zahnimplantats zu kompensieren. Es handelt sich bei einem Zahnimplantat um eine künstliche Zahnwurzel, die mittels eines kleinen chirurgischen Eingriffs in den Kieferknochen eingesetzt wird. Auf dem Zahnimplantat können folglich beispielsweise Kronen und Brücken dauerhaft befestigt werden – je nach persönlichen Bedürfnissen. Bleibt eine Zahnlücke jedoch gänzlich unbehandelt, so kann es passieren, dass sich die Nachbarzähne auf die Lücke zu bewegen. Im schlimmsten Fall kann dies zu einem Ausfall der Nachbarzähne führen.

Ursache 4: Zahnverschiebung im Rahmen einer kieferorthopädischen Therapie

Während einer kieferorthopädischen Therapie kann es dazu kommen, dass noch nicht durchgebrochene Zähne bei der Entfernung bestimmter Zähne im Rahmen einer Extrationstherapie in Richtung Zahnlücke wandern. Das Ziehen der Zähne erfolgt dabei systematisch, um eine gezielte Zahnwanderung zu erreichen.

Ursache 5: Fehlfunktionen (Parafunktionen)

Eine bei Patienten recht häufig gestellte Diagnose sind sogenannte Parafunktionen – also Fehlfunktionen im Zusammenspiel mit Zähnen und Zahnhalteapparat. Es handelt sich dabei häufig um unbewusste Verhaltensmuster, welche das Gebiss auf Dauer schädigen können:

Bruxismus
Beim sogenannten Bruxismus handelt es sich um Zähneknirschen. Die Betroffenen malmen hierbei unbewusst mit den Zähnen. Oft erfolgt auch ein starkes Aufeinanderpressen der Zähne. Diese Verhaltensweise geschieht meist unbewusst – zum Beispiel in der Nacht – auf. Aber auch tagsüber kann es – zum Beispiel in Stresssituationen – zum Bruxismus kommen.

Habits
Zu den sogenannten „Habits“ zählen weitere Angewohnheiten, welche die Zähne nachhaltig schädigen können. Darunter fällt beispielsweise das häufige Zusammenpressen der Lippen, Zungenpressen und Fingerlutschen.

Ist der Kieferknochen aufgrund dieser Fehlfunktionen einem zu starken Druck ausgesetzt, so tritt folglich ein Abbau des Kieferknochens ein. Der Zahn bzw. die Zähne verschieben sich an die Stelle des Knochenabbaus heran. Im Oberkiefer erfolgt dieser Mechanismus aufgrund einer anderen Knochenstruktur zügiger als im Unterkiefer.

Derartige Fehlfunktionen sollten daher bewusst gemacht und möglichst vermieden werden. Unterstützend können sogenannte Knirschschienen zum Einsatz kommen. Diese Schienen stoppen das Zähneknirschen und schonen zugleich die Zähne.

Ursache 6: Zahnschmelzverlust

Ist der Zahnschmelz beschädigt, kommt es zu Zementauflagerungen an der Spitze der Zahnwurzel. Zugleich bildet sich die Knochensubstanz am Wurzelboden neu. Die Zähne wandern in Richtung Kaufläche aufeinander zu, um den Verlust des Zahnschmelzes an der Kaufläche auszugleichen – man nennt diese Zahnverschiebung auch „Okklusaldrift“.

Ursache 7: Zysten und Tumore

In seltenen Fällen kann das Wachstum von bestimmten Zysten, Tumoren und Abszessen zu einem Verschieben der Zähne führen. Zysten, Tumore und Abszesse üben dabei einen Druck auf die Zahnwurzeln aus, wodurch sich die Zähne verschieben können.

Ursache 8: Die Zähne verschieben sich im Alter

Je nach Alter kann es im Laufe des Lebens, auch situationsbedingt, zu Verschiebungen der Zähne kommen:

10-20 Jahre
In dieser Altersspanne müssen die Zähne erst die beste Position im Kiefer finden. Der Kiefer selbst ist dabei noch sehr beweglich. Auch ausgefallene Milchzähne sowie Weisheitszähne können eine Zahnverschiebung verursachen. Regelmäßige zahnärztliche Kontrollen sind bereits in dieser Altersspanne wichtig, um sich entwickelnde Zahnfehlstellungen frühzeitig zu erkennen.

20-40 Jahre
In diesem Alter haben die Zähne allmählich ihre feste Position gefunden. Die Zähne verschieben sich im jungen Erwachsenenalter vor allem noch im Bereich der Frontzähne: Der jeweilige Schneidezahn verschiebt sich, aber auch der jeweilige Eckzahn nimmt mitunter eine veränderte Position ein. Zudem kann eine Schwangerschaft eine Lockerung und Verschiebung der Zähne verursachen. Auch Stress kann, insbesondere bei Männern, eine Zahnverschiebung bewirken.

40+ Jahre
Ab etwa 40 Jahren wird der Zahnhalteapparat zunehmend schwächer. In diesem Alter treten gehäuft Knochenschwund sowie Zahnfleischrückgang auf. Dadurch können die Zähne gelockert werden. Auch durch die Einnahme mancher Medikamente kann es zu einer Beeinflussung des Zahnhalteapparats und letztendlich zu einer Verschiebung der Zähne kommen. Regelmäßige zahnärztliche Kontrollen erweisen sich daher in auch diesem Alter als besonders sinnvoll, um die Zahngesundheit möglichst lange aufrechtzuerhalten oder auch wiederherzustellen.

Wie schnell verschieben sich die Zähne?

Wie schnell sich die Zähne verschieben, hängt von etlichen Faktoren ab: Zunächst hängt die Art und Weise der Zahnverschiebung – und somit auch die Schnelligkeit – von der zugrundeliegenden Ursache ab. Ein weiterer Faktor stellt das Alter des Betroffenen dar. Im Kindes- und Jugendalter kommt es generell zu einer rascheren Verschiebung der Zähne, da diese ihre endgültige Position noch nicht eingenommen haben. Daher funktionieren kieferorthopädische Behandlungen, wie der Einsatz einer Zahnspange, in jungen Jahren besonders schnell und effektiv. Auch der Zustand des Gebisses kann einen Einfluss auf die Zahnwanderung nehmen: Sind Zähne und Gebiss gepflegt, kommt es weniger schnell zu Erkrankungen wie Parodontose und in Folge weniger schnell zu darin begründeten Zahnverschiebungen.

Wie schnell verschieben sich die Zähne mit Zahnspange?

Unmittelbar nach dem Einsetzen der Zahnspange fangen die Zähne an, sich zu verschieben. Wie lange das Wandern der Zähne dauert, bis das gewünschte Ergebnis erreicht wurde, hängt von mehreren Faktoren ab: Bei Kindern dauert eine kieferorthopädische Therapie in der Regel kürzer als bei Erwachsenen. Schwere Zahnfehlstellungen benötigen eine längere Behandlungsdauer als minimale Zahnfehlstellungen. Mit Alignern (herausnehmbare, transparente Zahnkorrekturschienen) werden oft schnellere Ergebnisse erzielt als mit anderen Zahnkorrekturen – vorausgesetzt, die Aligner werden regelmäßig getragen.
Als grobe Richtlinie kann man von einer Behandlungsdauer zwischen 18 und 30 Monaten ausgehen.

Wie schnell verschieben sich die Zähne nach der Zahnspange?

Je nach Ursachen der behandelten Zahnfehlstellung kann es leider zu einem Rezidiv kommen – das bedeutet, die Zähne verschieben sich nach einer Zahnkorrektur wieder in ihre Ausgangslage zurück. Besonders genetisch bedingte Zahn- und Kieferfehlstellungen ist die Rückbildungsrate hoch.
Die ersten zwei Jahre nach der kieferorthopädischen Therapie gelten als besonders kritische Phase. Es ist daher empfehlenswert, zumindest in den ersten zwei Jahren nach der Behandlung auf sogenannte Retainer zurückzugreifen. Es handelt sich dabei um herausnehmbare Zahnschienen, welche die Zähne in ihrer neuen, gewünschten Position stabilisieren.

Wie schnell verschieben sich die Zähne ohne Retainer?

Auch nach den kritischen zwei Jahren nach Beendigung der Zahnkorrektur, beträgt die Gefahr eines Rezidivs innerhalb der ersten 10 Jahre immer noch etwa 90 Prozent. Retainer sollten daher möglichst bald nach Entfernung der Zahnspange zum Einsatz kommen und über einen längeren Zeitraum regelmäßig getragen werden.

Können die Zähne trotz Retainer verschoben werden?

Die Zähne verschieben sich mitunter trotz Retainer. Dies gilt für für herausnehmbare Retainer, bei denen es sich um Retentionsplatten handelt. Es ist essentiell, die Retainer regelmäßig zu tragen – nimmt man sie zu oft heraus oder vergisst deren regelmäßige Anwendung, bleibt die erwünschte Wirkung aus. Der Zähne samt Kiefer können sich in diesem Fall wieder verändern, die Zähne an ihre ursprüngliche, unerwünschte Stelle zurück wandern.
Eine effektivere Variante, für allem für jene Anwender, die sich das konsequente Tragen herausnehmbarer Retainer nicht zutrauen, bieten feste Retainer. Dabei handelt es sich um einen Kleberetainer, der an der Innenseite der Zähne angebracht wird. Eine Verschiebung der Zähne ist bei dieser Variante nur dann möglich, wenn sich der Retainer gelöst hat. Sollte es auch bei festen Retainern zu Zahnverschiebungen kommen, ist ein Zahnarztbesuch sinnvoll, um mögliche Ursachen zu beseitigen.

Übernimmt die Krankenkasse die Kosten zur Behandlung von Zahnverschiebungen?

In manchen Fällen übernimmt die gesetzliche Krankenkasse die Behandlung von Zahnverschiebungen. So etwa bei einer zu erwartenden Zahnverschiebung im Rahmen eines Zahnverlusts. Ob in Ihrem Fall die Krankenkasse etwaige Kosten übernimmt, erfragen Sie am besten im Vorfeld bei Ihrer Krankenkasse bzw. in der Zahnarztpraxis.

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Dysgnathie – Ursachen und Behandlung schwerer Kieferfehlstellungen bei Erwachsenen

Dysgnathie – Ursachen und Behandlung schwerer Kieferfehl­stellungen bei Erwachsenen

Veröffentlicht von: Dr. Felix Bergschneider
Lesezeit: 7 Minuten

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Was ist Dysgnathie?

Die sogenannte Dysgnathie bezeichnet eine auffällige, von der Norm stark abweichende, Kieferfehlstellung. Eine solche Fehlstellung kann die Form, das Größenverhältnis oder auch das räumliche Verhältnis der Kiefer zueinander betreffen.

Diese ausgeprägten Fehlstellungen sind auch für Laien auf den ersten Blick erkennbar – etwa durch eine „vorstehende“ Unter- bzw. Oberlippe aufgrund einer Fehlstellung des Unter- bzw. Oberkiefers sowie durch asymmetrische Gesichtszüge im Bereich des Mundes. Die Betroffenen leiden daher oft unter der Dysgnathie – Scham und das Gefühl, nicht attraktiv zu sein, kann das Alltagsleben vor allem im sozialen Kontext mancher Betroffenen enorm beeinträchtigen.

Während bei etlichen Zahnfehlstellungen das Tragen einer Zahnregulierung ausreichend ist, kann bei der gewünschten Behebung sehr schwerer Kieferfehlstellungen eine Operation notwendig sein.
Im folgenden Beitrag werden sowohl mögliche Ursache und Symptome der Dysgnathie als auch die Abläufe einer Operation anschaulich erklärt.

Mögliche Ursachen einer Dysgnathie

Es existieren vielerlei mögliche Ursachen für die Entstehung schwerer Kieferfehlstellungen. Dysgnathie kann sich genetisch bedingt in der Wachstumsphase des Kiefers entwickeln, oder auch durch äußere Einflüsse, wie z. B Unfälle, entstehen.
Zu den Einflüssen zählen beispielsweise ein Kieferbruch (Trauma), ein bereits vorhandener Fehlbiss (wie etwa Kreuzbiss oder Überbiss) oder ungünstige Angewohnheiten in der Wachstumsphase wie Daumenlutschen oder Wangensaugen. Die Ursache ist also immer in der individuellen Biografie zu finden. Je nach Ursache und Verlauf können sich verschiedene Ausprägungen der Dysgnathie entwickeln.

Verschiedene Formen der Dysgnathie

Generell unterscheidet man in der Kieferorthopädie zwischen folgenden Formen der Dysgnathie:

– Retrognathie (auch „Rückbiss“ genannt)
Der Kiefer liegt in Relation zum Gegenkiefer zu weit hinten (daher auch die Bezeichnung „Rückbiss“). Es handelt sich somit um eine fehlerhafte Lage in der sogenannten sagittalen Dimension (= Richtung vorne <-> hinten).

– Prognathie (auch „Vorbiss“ genannt)
Bei dieser Kieferfehlstellung verhält es sich genau umgekehrt: Der Kiefer liegt in Relation zum Gegenkiefer zu weit vorne (daher die Bezeichnung „Vorbiss“). Auch in diesem Fall handelt es sich um eine fehlerhafte Lage in der sagittalen Dimension (vorne <-> hinten).

– Kreuzbiss
Liegt ein Kreuzbiss vor, so ist der Unterkiefer breiter als der Oberkiefer. Hierbei handelt es sich um eine fehlerhafte Lage in transversaler Richtung (= Richtung rechts <-> links). Diese Kieferfehlstellung kann sowohl einseitig als auch beidseitig vorkommen.

– Laterognathie
Bei dieser Form der Dysgnathie handelt es sich um eine Abweichung des Unterkiefers zu einer Seite hin. Die fehlerhafte Lage liegt also ebenfalls in transversaler Richtung (rechts <-> links) vor, wobei diese Lage oft im Kontext eines einseitigen Kreuzbisses auftritt.

– Der offene Biss
Ein offener Biss ist dann vorhanden, wenn beim Schließen des Mundes eine Lücke zwischen den unteren und den oberen Zähnen bestehen bleibt. Das bedeutet, dass nicht alle Zähne zueinander Kontakt haben – der kontaktlose Bereich bezeichnet jenen „offenen Biss“. Eine fehlerhafte Lage liegt in vertikaler Richtung (oben <-> unten) vor. Hierbei unterscheidet man wiederum zwischen einem frontal offenem Biss, einem lateral (seitlich) offenem Biss und einem zirkulär offenem Biss.

All jene Formen der Dysgnathie können für sich alleinstehend als auch in Kombination auftreten. Ein ausgebildeter, erfahrener Kieferorthopäde kann die exakte Lage des Kiefers bestimmen und somit einen geeigneten Behandlungsplan empfehlen.

Was spricht für die Behandlung einer Kieferfehlstellung bzw. Dysgnathie?

Schwere Kieferfehlstellungen können generell die Kaufunktion beeinträchtigen, da es während des Kauvorgangs zu einer Überbelastung der Zähne und des Zahnhalteapparats kommen kann. Dies kann zu einer Abnutzung des Kiefers führen und Schmerzen verursachen.

Ist der Unterkiefer zurückgebildet, kann dies die Atmung behindern: Liegt der Unterkiefer zu weit hinten – auch „mandibuläre Retrographie genannt“ -, so führt dies häufig zu einem verengten Rachenraum. Eine solche Verengung kann die Atmung erschweren und auch zu vermehrtem Schnarchen oder zu Atemaussetzern im Schlaf – einer sogenannten „Schlafapnoe“ – führen.

Natürlich spielt auch die Psyche eine Rolle, die viele Betroffene dazu veranlasst, eine korrigierende Behandlung vornehmen zu lassen: Die Betroffenen sind mit dem ästhetischen Erscheinungsbild ihres Gesichtes v.a. im Mundbereich unzufrieden. So kann beispielsweise ein fliehendes Kinn oder ein sehr stark ausgeprägter Kinnbereich das persönliche Ästhetikempfinden stören. Manche Betroffene sind mit ihrem Äußeren letztendlich derart unzufrieden, dass sie sogar soziale Kontakte einschränken und sich im Alltag häufig unwohl fühlen.

Eine Kiefer-Operation kann auch bei schweren Fehlstellungen gute Erfolge verzeichnen. Allerdings birgt diese OP übliche OP-Risiken mit sich und findet daher grundsätzlich stationär statt. Ob eine OP wirklich notwendig ist oder andere Korrekturen, wie eine Zahnspange, ausreichen, sollte immer individuell abgewogen werden.

Kann man alle Formen der Dysgnathie mittels OP behandeln?

Ob eine Operation notwendig bzw. sinnvoll ist, sollte durch ein Beratungsgespräch mit einem versierten Kieferorthopäden abgeklärt werden. In einigen Fällen der Kieferfehlstellungen reicht eine kieferorthopädische Behandlung ohne Operationen aus.

Bei schweren Kieferfehlstellungen, die nicht mithilfe etwaiger Zahnregulierungen zu verbessern sind, sowie bei gewünschten starken Veränderungen der Gesichtsproportionen, bietet sich neben einer kieferorthopädischen Behandlung auch eine kieferchirurgische OP an. Im Folgenden finden Sie Erläuterungen zu den jeweiligen chirurgischen Eingriffen:

– Zu schmaler Oberkiefer
Ein zu schmaler Oberkiefer wird in Knochennähe geschwächt und danach durch eine Gaumennahterweiterung mithilfe einer chirurgischen Zahnspange behandelt. Diese OP-Methode wird auch als „chirurgisch unterstützte Gaumennahterweiterung“ bezeichnet.

– Vorstehendes Kinn
Steht das Kinn aufgrund eines ausgeprägten Überbisses vor, so werden zunächst die Zähne begradigt. Daraufhin erfolgt eine Verlagerung der Kiefer in die korrekte Position.

– Großer Überbiss
Auch in diesem Fall werden die Zähne zunächst begradigt und etwaige Zahnlücken geschlossen. Daraufhin werden die Kiefer operativ in die richtige Position verlagert.

Wie erfolgt der Ablauf einer Dysgnathie-Behandlung?

Die klassische Behandlungsmethode erfolgt in drei Phasen:

1. Kieferorthopädische Vorbehandlung

Zu Beginn der Behandlung erfolgt eine kieferorthopädische Korrektur. Das bedeutet, dass alle Zahnfehlstellungen in dieser Phase korrigiert werden. Dies ist notwendig, um in der darauffolgenden Operation eine geeignete operative Verlagerung der Kiefer gewährleisten zu können. In dieser Phase kann es optisch zu einer gefühlten Verschlimmerung der Zahnfehlstellung kommen, jedoch sollte bedacht werden, dass es sich hierbei lediglich um eine Zahnkorrektur zum Zweck der eigentlichen Operation (und somit der eigentlichen Kieferkorrektur) handelt.
Der gesamte Prozess der Vorbehandlung dauert ungefähr ein Jahr und erfolgt mithilfe einer festen Zahnspange.
Am Ende der Vorbehandlung sind Ober- und Unterkiefer kieferorthopädisch in Form gebracht worden. Die nun zueinander passenden Kieferzahnbögen können nun chirurgisch weiter behandelt werden. Da die eigentliche Korrektur der Kieferfehlstellung erst erfolgt, liegt ein korrekter Biss in diesem Stadium der Behandlung noch nicht vor.

2. Chirurgische Umstellungsosteotomie

Im Anschluss an die kieferorthopädische Vorbehandlung erfolgt die sogenannte „chirurgische Umstellungsosteotomie“. Nach einer detaillierten Planung erfolgt hierbei die korrekte Positionierung des Ober- und Unterkiefers. Dabei handelt es sich um eine Operation, die von einem Mund-, Kiefer- und Gesichtschirurgen ausgeführt wird und im Rahmen eines mehrtägigen stationären Aufenthaltes erfolgt.
Der betroffene Kiefer wird an einer geeigneten Stelle durchtrennt – im Oberkiefer handelt es sich dabei oft um die sogenannte „Le-Fort-I-Ebene“. Im Unterkiefer erfolgt häufig eine sogenannte sagittale Spaltung nach Obwegeser Dal Pont. Diese OP-Methode ist in der Kieferchirurgie beliebt, da das Risiko einer Nervenschädigung des Unterkiefers hierbei drastisch verringert.

3. Kieferorthopädische Feineinstellung

Nach erfolgter kieferchirurgischer Operation erfolgen kieferorthopädische Abschlusskorrekturen. Das bedeutet, dass in diesem Stadium alle notwendigen Feineinstellungen vorgenommen werden, um ein ästhetisches Ergebnis samt gutem Biss und angenehmem Kaugefühl zu gewährleisten. Hierbei kommt eine Zahnspange zum Einsatz, die etwa zwei bis sechs Monate getragen wird.

Dieses bewährte 3-stufige Verfahren kann prä-operativ sehr genau geplant werden. Dadurch ist das Ergebnis gut kalkulierbar und die Zahnkieferbögen passen im Normalfall bereits nach der OP gut aufeinander.

Alternative: Der „Surgery-first“-Ansatz in der Dysgnathie Behandlung

Bei diesem alternativen Behandlungsverfahren wird die feste Zahnspange direkt vor der Kiefer-OP eingesetzt. Die Kiefer werden direkt am Anfang der Dysgnathie-Behandlung mittels OP verlagert. Sofort nach der OP wird mit der Korrektur der Zähne begonnen.

Der Vorteil dieser Reihenfolge ist, dass die gewünschte Veränderung des Profils bzw. der Gesichtsproportionen direkt zu Beginn der Behandlung eintritt. Dadurch lässt sich das Ergebnis der Dysgnathie OP vorher und nachher äußerst gut vergleichen. Oft lässt sich bei dieser Methode auch die Behandlungszeit verkürzen. Nicht jeder Patient ist für diese Methode geeignet – welche Behandlungsform passend ist, sollte immer ausführlich mit einem Kieferorthopäden bzw. Kieferchirurgen abklärt werden.

Während der Behandlungen arbeiten Kieferorthopäden und Kiefer-Gesichtschirurgen zusammen. Das heißt, das Kiefer-Gesichtschirurg korrigiert die Kieferfehlstellung und der Kieferorthopäde die Zahnfehlstellungen.

Wie lange ist man krank nach einer OP?

Nach einer Kiefer-OP erfolgt meist noch ein mehrtägiger, stationärer Aufenthalt. Bis zu zwei Monate nach der OP sollte der Patient keine feste Kost zu sich nehmen. Außerdem sollte in diesem Zeitraum von körperlichen Belastungen abgesehen werden. Die Nachbehandlung mithilfe einer festen Zahnspange im Rahmen der klassischen 3-stufigen Behandlungsmethode dauert ca. weitere 6 Monate.

Wie hoch sind die Kosten einer Dysgnathie Behandlung?

Die Kosten für eine Kiefer-OP werden je nach Schwere der Dysgnathie von den gesetzlichen Krankenkassen übernommen. Die Kosten liegen je nach Kieferfehlstellung, Materialaufwand und Operationsmethode im Bereich zwischen 1.000 und 5.000 Euro.

Existieren alternative Behandlungsmethoden zu einer OP?

Eine in manchen Fällen geeignete Alternative der Dysgnathie Behandlung zu kieferchirurgischen Eingriffen ist die sogenannte „dentale Kompensation“. Bei dieser Therapiemethode wird die Kieferfehlstellung nicht korrigiert, sondern durch gezielte Zahnkorrektur kaschiert, weshalb diese Methode auch „Camouflage“ genannt wird.

Ebenso sinnvoll kann bei Dysgnathie eine Behandlung mittels Zahnschienen sein. Hierbei werden Kieferfehlstellung und Zahnfehlstellungen ebenfalls belassen. Eine herausnehmbare Schiene überbrückt den Fehlbiss. Dank des Tragens der Schiene werden Überlastungen des Kiefers und der Zähne reduziert.

Fazit: Individuelle Lösungen für den Patienten bei der Dysgnathie Behandlung

Je nach Ursache, Form der Fehlstellungen und Ausmaß der Dysgnathie können unterschiedlichste Behandlungsformen zum Einsatz kommen. Die Behandlungsmöglichkeiten können sowohl kieferchirurgisch als auch kieferorthopädisch erfolgen. In jedem Fall sollte Nutzen und Risiko abgewogen werden und individuelle, auf den Patienten abgestimmte Behandlungspläne angefertigt werden.

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Schmerzen im Kiefergelenk – Ursachen und Behandlungsmöglichkeiten

Schmerzen im Kiefergelenk – Ursachen und Behandlungs­möglichkeiten

Veröffentlicht von: Dr. Felix Bergschneider
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Bei den Kiefergelenken handelt es sich um Verbindungen zwischen dem Unterkieferknochen und dem Schläfenbein. Eines der beiden Kiefergelenke befindet sich rechts, das andere links unmittelbar angrenzend an den Ohren. Durch Sehnen, Bänder und Muskeln erhält der Kiefer seine Beweglichkeit. Die Muskeln unseres Kauapparates zählen zu den meist beanspruchten Muskeln in unserem Körper – etwa durch Kauen, Essen und Sprechen. Auftretende Schmerzen im Kiefer können diese alltäglichen Tätigkeiten zur Qual werden lassen, wodurch die Lebensqualität massiv beeinträchtigt werden kann. Die Schmerzen im Kiefergelenk können einseitig oder beidseitig auftreten und in ihrer Stärke variieren. Je nach Ursache und Symptomen existieren vielfältige Formen der Therapiemöglichkeiten, die auf die individuellen Bedürfnisse der Betroffenen angepasst werden können.

Ursachen von Kiefergelenkschmerzen

Kiefergelenkerkrankungen entstehen durch verschiedene Beeinträchtigungen von Kiefergelenken, Kiefermuskeln dem zugehörigen Bindegewebe. Um gezielt gegen die Schmerzen im Kiefergelenk vorgehen zu können, ist eine Diagnose durch den Arzt empfehlenswert.

Bruxismus

Unter dem sogenannten „Bruxismus“ versteht man das unbewusste Aneinanderreiben („Zähneknirschen“) oder Zusammenpressen der Zähne. Die Zähne müssen hierbei einem enormen Druck standhalten. In Stresssituationen kann es vermehrt zu Zähneknirschen bzw. Zähnepressen kommen. Viele Betroffene pressen im Schlaf die Zähne unbemerkt aufeinander, andere Betroffene neigen auch tagsüber zu Bruxismus. So kann das Zähneknirschen bzw. Aneinanderpressen der Zähne in Prüfungssituationen, während konzentrierter Büro-Arbeiten, oder in anderen Situationen der Anspannung auftreten.

Craniomandibuläre Dysfunktion

Die craniomandibuläre Dysfunktion (CMD) beschreibt eine Störung des Kausystems. Hierbei handelt es sich oft um eine Verschiebung der Knorpelscheibe im Inneren des Kiefergelenks. Eine solche Positionsänderung kann beispielsweise durch überdehnte Bänder aufgrund einer Kiefergelenksverletzung erfolgen.
In einigen Fällen bewegt sich die Knorpelscheibe beim Öffnen des Mundes in ihre normale Position zurück. Dies verursacht oftmals ein knackendes Geräusch.
Die CMD kann zu einer Gelenksentzündung (Kapsulitis) führen.

Athritis

Eine Gelenksentzündung (Arthritis) kann neben anderen Gelenken auch speziell die Kiefergelenke betreffen. Ausschlaggebend hierfür können rheumatoide Arthritis, infektiöse Arthritis, Osteoarthrose und auch Blutungen ins Gelenk aufgrund von Verletzungen sein:

Bei einer Osteoarthrose kommt es zum Rückgang von Knorpeln in Gelenken. Sie tritt insbesondere dann auf, wenn in der Knorpelscheibe Löcher entstanden sind und der Gelenkknochen sich dadurch degenerativ verändert. Auch eine Verschiebung des Gelenks kann zur Osteoarthrose führen.

Im Zuge einer rheumatoiden Arthritis attackiert der Körper sein eigenes Gewebe – es handelt sich also um eine Autoimmunkrankheit. Die körpereigenen Angriffe verursachen Entzündungen und beeinträchtigen häufig auch das Kiefergelenk.

Liegt hingegen eine infektiöse Arthritis vor, so wurde diese durch eine Infektion in Kopf, Hals, Blut oder einer anderen Körperregion, auf das Kiefergelenk übertragen.

Versteifung der Gelenke

Eine Ankylose (Gelenkversteifung) entsteht, wenn die Gelenksknochen vernarben bzw. zusammenwachsen. Auch die Bänder können verkalken und dadurch eine Versteifung hervorrufen. Oft entsteht eine Versteifung der Kiefergelenke auch durch Infektionen.

Myofasziales Schmerzsyndrom

Beim myofaszialen Schmerzsyndrom (MSS) empfindet der Betroffene lokale Schmerzen im Bewegungsapparat – wie beispielsweise in den Kiefergelenken. Die Schmerzen im Kiefergelenk können einseitig oder beiseitig auftreten. Die Ursachen von MSS liegen dabei nicht in rheumatischen, entzündlichen oder neurologischen Erkrankungen. Viel eher handelt es sich eine Überempfindlichkeit des Muskelgewebes und eine Überlastung des Bewegungsapparats.
Zu einem myfaszialen Schmerzsyndrom kommt es durch nächtliches Zusammenpressen der Zähne, durch falsche Atmung während des Schlafs, oder auch durch Zähneknirschen tagsüber. Die Betroffenen klagen häufig über seitliche Gesichtsschmerzen, Übermüdung, Muskelschmerzen und Verspannungen. Zudem kommt es nach dem Aufwachen häufig zu Kopfschmerzen. Sogenannte „Triggerpunkte“ können durch Berührung aktiviert werden und Schmerzen am Bewegungsapparat auslösen.

Schlechtsitzender Zahnersatz

Wurden Zahnprothesen nicht ausreichend dem Kiefer angepasst, kann dies zu Verspannungen der Kiefermuskulatur und zu Schädigungen des Kiefers führen. Liegt dieser Verdacht nahe, ist der Gang zu einem Kieferorthopäden zwecks Zahnersatz-Kontrolle und bedarfsgerechter Korrektur empfehlenswert.

Schmerzen im Kiefergelenk – was Sie tun können

Die Therapie gestaltet sich je nach Ursache der Kiefergelenksschmerzen individuell und sollte mit einem erfahrenen Kieferorthopäden im Vorfeld besprochen werden. Im Folgenden finden Sie eine Aufzählung einiger gängiger Therapiemethoden zu den oben genannten Ursachen:

Therapie bei Versteifung der Gelenke

Verwachsungen können im Normalfall nur durch einen chirurgischen Eingriff behandelt werden. Dadurch wird die Fähigkeit zur Kieferbewegung wiederhergestellt. Daneben können kieferöffnende Übungen die Symptome lindern.

Therapie bei Arthritis

Handelt es sich um eine Osteoarthrose im Kiefergelenk, so sollte man den Kiefer so wenig wie möglich bewegen. Außerdem ist ein medizinisches Gerät zur Behandlung von versteiften Muskeln empfehlenswert. Dieses wird meist im Schlaf getragen; je nach Bedarf aber auch im Wachzustand. Schmerzmittel – zum Beispiel Paracetamol oder NSAR – können die Schmerzen zusätzlich lindern.

Ist die Arthritis rheumatischer Natur, ist es wichtig, den Kiefer beweglich zu halten, um einer Verwachsung der Knochen vorzubeugen. Empfehlenswert sind hier insbesondere Übungen auf Anweisung eines Physiotherapeuten. Auch in diesem Fall ist ein medizintechnisches Gerät während des Schlafs empfehlenswert, um Muskelverspannungen und andere Symptome zu lindern. Sind die Schmerzen sehr stark, werden NSAR empfohlen. Ist der Kiefer aufgrund von Gelenkverwachsungen nicht mehr beweglich, ist unter Umständen ebenfalls ein chirurgischer Eingriff erforderlich. Selten kann dabei der Einsatz eines künstlichen Kiefergelenks vonnöten sein.

Bei einer infektiösen Arthritis erfolgt eine Behandlung mit Antibiotika. Der Krankheitsverlauf wird zudem positiv beeinflusst durch ausreichende Flüssigkeitszufuhr und Schmerztherapien. Als Antibiotikum hat sich vor allem Penicillin bewährt, solange kein spezifisches Antibiogramm vorliegt, anhand dessen man spezifische Antibiotika einsetzen kann. Mögliche Eiteransammlungen im Kiefergelenk können mithilfe einer Kanüle ausgeleitet werden. Im Anschluss der Behandlung sind kieferöffnende Übungen zur Genesung empfehlenswert.

Therapie beim myofaszialen Schmerzsyndrom, CMD und Bruxismus

Liegt die Ursache vor allem beim Zusammenpressen bzw. Aneinanderreiben der Zähne, so kann mithilfe der Zahntechnik etwas gegen diese Gewohnheiten unternommen werden. Eine Zahnschiene („Knirschschiene“) aus verträglichem Kunststoff wird passgenau dem Ober- oder Unterkiefer angepasst. Diese Schiene kann vom Anwender jederzeit herausgenommen werden. Besonders empfehlenswert ist das Tragen der Kunstoffschiene im Schlaf, da viele Betroffene häufig im Schlafzustand zum Zähneknirschen neigen. Die Schiene reduziert Bruxismus, entlastet den Kiefer und führt dadurch zu einer Entspannung der Kiefermuskulatur. Zudem kann eine solche Schiene Schäden an den Zähnen verhindern. Einige Betroffene tragen eine Zahnschiene auch im Wachzustand. Eine Therapie mittels Zahnschiene erfolgt über einige Wochen, manchmal ist längeres Tragen für den Heilungserfolg förderlich.

Ebenso kann eine Ernährungsumstellung den schmerzenden Kiefer entlasten. So ist es günstig, die Nahrung in kleineren Stücken zu verzehren, diese langsam und bewusst zu kaufen und auf eher weiche Nahrung zurückzugreifen.

Entspannung, vor allem vor dem Einschlafen, hilft nicht nur der Psyche, sondern auch körperlichen Anspannungen. Wärme und eine angenehme, ruhige Umgebung tragen zur Lockerung der Muskulatur bei.

Physiotherapie in Form einer Ultraschallbehandlung, speziellen Dehnungspbungen oder transkutane elektrischer Nervenstimulation kann ebenfalls Linderung bringen.
Als medikamentöse Maßnahme gegen die Schmerzen können muskelentspannende Medikamente verabreicht werden; liegt die Ursache an der Psyche, können Antidepressiva ebenfalls Effekte erzielen.

Wenn der Kiefer schmerzt – Fragen und Antworten für Sie zusammengestellt

Schmerzen im Kiefergelenk – welcher Arzt ist für die Diagnose geeignet?

Der erste Gang sollte bei Kiefergelenksschmerzen zu einem erfahrenen Kieferorthopäden führen. Dieser kann die passende Therapie einleiten. Je nach Ursache kann die Zusammenarbeit mit Physiotherapeuten, Psychotherapeuten, Neurologen und anderen Experten erforderlich sein.

Was kann man tun wenn das Kiefergelenk weh tut?

Als Akutmaßnahme können Schmerzmittel – je nach Verträglichkeit – eingenommen werden. Auf jeden Fall ist der Gang zum Kieferorthopäden zwecks Abklärung der Ursachen wichtig. Unterschiedliche Ursachen erfordern verschiedene Behandlungsstrategien – diese können von Physiotherapie über Zahnschienen bis hin zu psychotherapeutischen Behandlungen und Entspannungstechniken reichen.

Woher kommen Schmerzen im Kiefergelenk?

Schmerzen im Kiefergelenk entstehen meist durch eine Überempfindlichkeit der das Gelenk umgebenden Muskulatur bzw. durch eine Überlastung des Gelenks. Auch Entzündungen, Vorerkrankungen oder Verletzungen können Schmerzen im Kiefergelenk beim Kauen, beim Gähnen und beim Sprechen verursachen.

Wie erkenne ich eine Entzündung im Kiefergelenk?

Eine Entzündung im Kiefergelenk macht sich durch Schmerzen am und um den Kiefer bemerkbar. Die Schmerzen können ausstrahlen und besitzen häufig sogenannte „Triggerpunkte“ – das heißt, besonders empfindliche Stellen, die beim Drücken einen erneuten Schmerzreiz abgeben. Auch eine Druckempfindlichkeit des Kauapparats weist auf Entzündungen hin. Der Mund kann oft nur noch eingeschränkt geöffnet werden; es entstehen Knackgeräusche beim Kauen. Das Gelenk fühlt sich mitunter „eingeklemmt“ an. Ist die Entzündung infektiöser Natur, kann es auch zu Fieber und einer Rötung des Gesichts kommen.

Wie fühlen sich Kiefergelenkschmerzen an?

Kieferschmerzen können sich stumpf aber auch stechend anfühlen. Häufig treten die Kieferschmerzen während dem Kauen, dem Sprechen oder dem Gähnen auf. Die Schmerzen können in Kopf, Nacken und Schulter ausstrahlen und den Alltag dadurch massiv beeinträchtigen.

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